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20.07.2017 09:27 Alter: 63 days
Kategorie: Aktuelles

Energieaudit-Pflicht: Haben Sie bereits ein Energieaudit in Ihrem Unternehmen durchgeführt?

Das Energiedienstleistungsgesetz [EDL-Gesetz] fordert von Unternehmen die Durchführung eines Energieaudits. Betroffene Organisationen sollten bereits bis zum 05. Dezember 2015 ein Energieaudit durchgeführt haben. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen.


2016 wurden bereits 3.000 Unternehmen überprüft und anschließend erfolgten zahlreiche Ordnungswidrigkeitsverfahren. Bis Ende 2019 sollen 20% aller deutschen Unternehmen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle [BAFA] geprüft werden.

Wer ist von der Nachweispflicht betroffen?

Es sind jedoch nicht alle Unternehmen von der Nachweispflicht betroffen, sondern nur Unternehmen, die nicht als KMU gelten. Somit müssen sich alle Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeitende beschäftigen und einen höheren Jahresumsatz als 50 Millionen beziehungsweise eine größere Jahresbilanzsumme als 43 Millionen Euro haben, mit der Durchführung eines Energieaudits auseinandersetzen. Aber Vorsicht – bei der Bewertung müssen alle Beteiligungen, die das Unternehmen hat, mit betrachtet werden. Bei Beteiligungen über 50% werden alle Mitarbeiter sowie der Umsatz des/der Beteiligungen bei der KMU-Betrachtung voll berücksichtigt. Hierdurch können auch kleine Betriebe schnell zu einem NICHT-KMU werden.

Umsetzung des EDL-Gesetz

Unternehmen können die Umsetzung des EDL-Gesetz in drei verschiedenen Formen nachweisen:

  • Zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder
  • Validiertes Umweltmanagementsystem nach EMAS oder
  • Energie-Audit nach der Norm DIN EN 16247-1, dabei muss das Audit von qualifizierten Fachexperten durchgeführt und alle 4 Jahre wiederholt werden.

Ausnahmen bei der Durchführung des Audits

Im Rahmen des Energie-Audit gilt es 90% der Gesamtenergie zu bewerten. Standorte oder Unternehmensteile, die weniger als 10% der Gesamt-Energie verbrauchen, können somit ausgenommen werden. Es gilt alle Energieträger zu erfassen – auch Lagerräume, Verkaufsräume oder Standorte ohne Personal. Es gibt jedoch auch Ausnahmen:

  • Home-Office-Arbeitsplätze
  • Vorübergehende Standorte
  • Standorte außerhalb Deutschlands
  • Energielieferungen an Dritte

Ihr Unternehmen ist betroffen? Werden Sie jetzt aktiv!

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