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Nachtschichten erhöhen das Risiko an Diabetes zu erkranken

Zwei US-Studien mit Krankenschwestern zeigten deutlich, dass die Anzahl der Dienstjahre mit Nachtschicht bei der Entwicklung eines Diabetes eine bedeutsame Rolle spielen. Nach 3 bis 9 Jahren hatten Krankenschwestern ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Nach 10 bis 19 Jahren stieg das Risiko um 40 Prozent und nach mehr als 20 Jahren sogar um 58 Prozent an, wie Forscher um Dr. An Pan von der Harvard School of Public Health berichten. Die Forscher hatten die Daten zweier Studien der Nurses Health Studien [NHS] I und II ausgewertet. Die 69.269 Frauen in NHS I waren zu Studienbeginn 42 bis 67 Jahre alt. 6.165 von ihnen erkrankten binnen 20 Jahren an Typ-2-Diabetes. Die 107.915 Teilnehmerinnen von NHS II waren 25 bis 42 Jahre alt, von ihnen erkrankten 3.961 binnen 18 Jahren. Mehrere Faktoren fördern das Diabetesrisiko bei Nachtarbeit. Wechselnde zirkadiane Rhythmen führen zur Abnahme des Leptinspiegels, lassen Blutzucker, Insulin und Blutdruck steigen und bedingen häufig Schlafstörungen. Schwestern mit Nachtschichten rauchten außerdem mehr als Schwestern ohne Nachtschichten. Darüber hinaus mussten sie ihre Mahlzeiten den Schichten anpassen. Ständiges Verschieben von Essenszeiten hatte man bereits in anderen Studien mit einem Anstieg von postprandialen Glukosewerten, Insulinspiegel und BMI in Zusammenhang gebracht.

www.aerztezeitung.de

www.plosmedicine.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.1001141

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