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Schritt 5: Beurteilung psychischer Belastungen

Entscheidung Planung Kommunikation Ermittlung Beurteilung der Risiken Maßnahmen festlegen Umsetzungscontroling

Ziel dieses Schrittes ist es, die ermittelten psychischen Belastungen hinsichtlich ihres Risikos für die Beschäftigten zu bewerten [beurteilen]. Hier bestehen die größten Unsicherheiten. Nicht alle Belastungen erzeugen zugleich Risiken für die psychische Gesundheit und damit einen Handlungsbedarf. Auffällige Kriterien signalisieren aber zumindest Aufmerksamkeits- und Gesprächsbedarf zur Risikoreduzierung. Wichtig ist also, ins Gespräch über diese Arbeitsaspekte zu kommen. Auffälligkeiten sind bei Delta31® gekennzeichnet durch:

  • Abweichungen in den Zustandsbeschreibungen nach unten [Risikopotential i.S. eines DELTA vom Normzustand]
  • tatsächliche [negative] Wirkungen auf die Beschäftigten
  • deutliche Wahrnehmungsdifferenzen [DELTA] zwischen der Einschätzung durch Führungskräfte und Mitarbeitende

Unsere Leistungen bei der Beurteilung psychischer Belastungen

  • quantitative Auswertung der Fragebögen
  • Markierung von Risikopotentialen in der Arbeitssituation  
  • Markierung von Wahrnehmungsdifferenzen  [multiple Perspektivvergleiche]
  • Befunderstellung [Auswertungsbericht]

Beispiel

Die Abbildung zeigt einen Auszug aus einem Auswertungsbericht. Die Zahlen geben an, wie häufig eine Antwort von den Mitarbeitenden gegeben wurde. Die Häufigkeitsdarstellung hat Vorteile gegenüber der sonst üblichen Mittelwert-Darstellung. Mit ihr kann einerseits die Anonymität sichergestellt werden, andererseits ist auch unmittelbar nachvollziehbar, wie sich die Einschätzungen verteilen. Die gelbe Umrandung kennzeichnet die Einschätzung der Führungskraft. Das Kriterium mehrfach auffällig:

  1. Ein Drittel [N=4] der Gruppe stimmt der Aussage „eher nicht“ oder „gar nicht“ zu.
  2. Knapp die Hälfte [N=5] der Gruppenmitglieder fühlen sich durch die Ausprägung des Kriteriums zudem tatsächlich beeinträchtigt.
  3. Es besteht ein signifikanter Wahrnehmungsunterschied [> 1 Skalenpunkt] zwischen den Mitarbeitenden in der Gruppe und deren Führungskraft bezgl. des Kriteriums.

Das Kriterium zeigt also Kommunikationsbedarf, ggf. auch Handlungsbedarf an!


Beurteilung [nur] durch die Führungskraft [Screening]

Hier hat die Führungskraft festgestellt, dass der Mitarbeiter eher genaue Erläuterungen darüber erhält, was seine Aufgaben sind. Hieraus lässt sich ableiten, dass kein erhöhtes Risiko für die Mitarbeiter zu erwarten ist. Demnach besteht im gezeigten Beispiel kein Handlungsbedarf.