Denken Sie auch an individuelle Bedürfnisse im Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Arbeits- und Gesundheitsschutz nimmt im betrieblichen Kontext einen zunehmend größeren Stellenwert ein und fußt auf einer breiten Basis gesetzlicher als auch berufsgenossenschaftlicher Regelwerke.

Aktuelle rechtliche Neuerungen bringen Arbeitgeber stärker in die Pflicht die individuelle Situation von Beschäftigten zu berücksichtigen und somit deren Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten.

Das 2017 in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz stärkt die Unterstützung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. In diesem Sinne sollen laut § 49 BTHG „erforderliche Leistungen erbracht [werden], um die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern“.

In der Konsequenz bedeutet dies für Arbeitgeber sich intensiv mit der individuellen Situation der Beschäftigten auseinanderzusetzen und die Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes entsprechend personenbezogen anzupassen.

Weitere Forderungen, die auf die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse von Beschäftigten zielen, sind darüber hinaus zentral im Arbeitsschutzgesetz [besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen] sowie im Jugendarbeitsschutzgesetz, im Mutterschutzgesetz und im Sozialgesetzbuch IX [§ 81 - Menschen mit Behinderung] und § 84 – Betriebliches Eingliederungsmanagement zu finden.

Über die angesprochenen gesundheitlichen Einschränkungen hinaus, kann bei beruflichen oder privaten Problem- und Konfliktsituationen die Unterstützung seitens des Arbeitgebers hilfreich sein. Da Führungskräfte oder andere betriebliche Akteure, wie Betriebsärzte [gemäß ArbMedVV], im Rahmen ihrer Tätigkeit nur begrenzt Hilfestellung geben können, stellt die Betriebliche Sozialberatung in Form externer Dienstleistungsunternehmen eine adäquate Lösung dar.

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