Deutsche Mitarbeiter sind öfter und länger krank

Im ersten Halbjahr 2016 ist die Zahl der Krankschreibungen in Deutschland auf einen neuen Höchststand gestiegen. Vor 20 Jahren haben sich zuletzt so viele Versicherte krankgemeldet.

Nach Angaben der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit betrug der Krankenstand im ersten Halbjahr 2016 4,4 Prozent. Das Niveau hat sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 0,3 Prozentpunkte erhöht.

Mehr als jeder dritte Berufstätige [37 Prozent] wurde demzufolge mindestens einmal krankgeschrieben. Die durchschnittliche Dauer einer Erkrankung stieg auf 12,3 Tage, während im Vorjahreszeitraum eine Erkrankung noch 11,7 Tage andauerte.

Laut DAK ließ sich mehr als die Hälfte aller Fehltage auf drei Krankheitsbilder zurückführen. Die meisten Krankmeldungen [22 Prozent des Gesamtkrankenstand] wurden durch Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen. An zweiter Stelle folgen Krankheiten des Atmungssystems mit 17 Prozent. Danach folgen mit 16 Prozent psychische Erkrankungen.

Für die Analyse ließ die DAK-Gesundheit Daten aus dem ersten Halbjahr 2016 von 2,6 Millionen Erwerbstätigen auswerten, die bei der Krankenkasse versichert sind.