Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz: Zwei Bildschirme steigern die Leistungsfähigkeit

Statt an einem Bildschirm arbeiten immer mehr Menschen an zwei Bildschirmen. In einer Studie des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) wurde untersucht, ob dieser Trend gesundheitliche Nachteile mit sich bringt. Doch das Gegenteil ist der Fall.

In der Laborstudie wurden die gesundheitlichen Auswirkungen von zwei Bildschirmen sowohl in physiologischer als auch in psychologischer Hinsicht untersucht. Dabei wurde ein klassischer Arbeitsplatz mit einem 22-Zoll-Bildschirm mit zwei Varianten eines Doppelbildschirm-Arbeitsplatzes verglichen.

Sowohl die erzielten Leistungen als auch die Präferenzen der Versuchspersonen sprechen für die Nutzung von zwei Bildschirmen am Arbeitsplatz. Dabei konnten keine gesundheitlichen Gefährdungen oder Einschränkungen ermittelt werden.

In der Studie der IFA wurden die folgenden Parameter untersucht:

  • Körperhaltungen
  • Körperbewegungen
  • Körperpositionen
  • Muskuläre Aktivitäten im Schulter- und Nackenbereich
  • Lidschlussfrequenzen
  • Veränderungen in der Sehschärfe
  • Eingenommener Bildschirmabstand
  • Qualitative und quantitative Leistungsparameter
  • Subjektive Empfinden der Versuchspersonen

Einflussfaktor Software

Die Studienergebnisse zeigten, dass die jeweilige Aufgabenstellung einen Einfluss auf die physiologischen Parameter habe. Dies mache deutlich, dass neben der klassischen Ergonomie auch die Software-Ergonomie bei der Einrichtung eines Bildschirm-Arbeitsplatzes einen hohen Stellenwert besitze. Die Software-Ergonomie stellt somit eine wichtige Stellschraube um die Ergonomie an Bildschirmarbeitsplätzen signifikant zu steigern.

 

Quelle: IFA Report: Nutzung von einem oder zwei Bildschirmen an Büroarbeitsplätzen – Auswirkungen auf physiologische Parameter und Leistung