Work-Life-Balance: Privatleben und Karriere unter einen Hut bringen

Durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft und die höhere Flexibilität in Unternehmen ist es zunehmend schwieriger das Privatleben und die Karriere gleichermaßen zu leben und genießen zu können.

Durch Smartphones sind wir ständig erreichbar. Das Beantworten einer E-Mail von der Couch aus oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist für viele zum Standard geworden. Die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt zusehends. Selbstverständlich gibt es Menschen, die das bedauern und sich eine stärkere Trennung wünschen. Andererseits gibt es jedoch auch Menschen, die ihre Aufgaben und Interessen bewusst miteinander verzahnen und die Grenzen somit verschmelzen lassen.

Work-Life-Balance ist mehr als nur ein „neumodiger“ in aller Munde liegender Begriff, sondern ein sehr individuelles und nicht für jeden gleichermaßen relevantes Lebensgefühl. Die Work-Life-Balance liegt erst einmal in der Eigenverantwortung der Mitarbeitenden. Unternehmen können jedoch durch einen konstruktiven Dialog und eine transparente Unternehmenskultur, Mitarbeitenden Gestaltungsoptionen und Freiräume anbieten, welche sich wiederum positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken.   

Der Weg zur einer individuellen Work-Life-Balance führt über die subjektiven Bedürfnisse der Mitarbeitenden

Dass Mitarbeitende dann den besten Job machen, wenn sie zufrieden sind, sich wohl fühlen, sich ernst genommen fühlen und wertgeschätzt werden, ist sicherlich für die meisten nicht neu. An dieser Stelle stellt sich jedoch auch die Frage, welches Lebensmodell Mitarbeitende in ihrer individuellen Situation brauchen, um zufrieden zu sein. Selbstverständlich muss geprüft werden inwiefern die Vorstellung realisierbar ist und mit den Vorstellungen und der Erwartungshaltung des Unternehmens kompatibel ist.

Gestaltung eines individuellen Work-Life-Balance-Modells

Im Rahmen der Gestaltung eines Work-Life-Balance-Modells ist es sinnvoll an Mitarbeitende und an die eigene Unternehmenskultur folgende Fragen zu stellen:

  • Welche Interessen und Wünsche hat der Mitarbeitende?
  • Welche Verpflichtungen und Aufgaben hat der Mitarbeitende außerhalb der Arbeit?
  • Womit beschäftigt der Mitarbeitende sich außerhalb der Arbeit?
  • Was erwarten wir als Unternehmen von Mitarbeitenden hinsichtlich Flexibilität, Erreichbarkeit und Leistung?
  • Welche Themen sind für die Aufgaben unbedingt erforderlich und wo existiert Spielraum?
  • Wünscht sich der Mitarbeitende eine stärkere Trennung zwischen Beruf und Privatem?

Konkrete Gestaltungsmöglichkeiten von Work-Life-Balance-Modellen in Unternehmen

  • Arbeitszeitmodelle:

    • Entscheidung über die zu leistende Arbeitszeit in regelmäßigen Abständen
    • Arbeitszeitkonto um Überstunden für eine kurzfristige Auszeit anzusparen

  • Arbeitsorganisation:

    • Home Office zur besseren Vereinbarkeit
    • optimierte Arbeitsprozesse, die das Gefühl erhöhen, dass die Arbeitszeit sinnvoll und effizient genutzt wird um „etwas zu schaffen

    • Beruf und Familie

      • Kita im Unternehmen oder Kooperationen
      • Hausaufgabenraum im Büro

Herausforderungen bei individuellen Work-Life-Balance-Modellen

Nicht jedes Berufsfeld bietet den gleichen Gestaltungsspielraum für Flexibilität. In Produktionsunternehmen ist beispielsweise eine Umsetzung von Home Office nur bei einem Bruchteil der Mitarbeitenden umsetzbar. Bei Dienstleistungsunternehmen, die von ihren Kunden abhängig sind, ist der Gestaltungsspielraum ebenfalls verringert. 

Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung von individuellen Work-Life-Balance-Modellen in Ihren Unternehmen. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.