Auswertung Umfrage: Zusammenhang BGM und ISO 45001

Auswertung der Umfrage des Zusammenhangs von BGM (betriebliches Gesundheitsmanagement), rechtlichen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der DIN ISO 45001 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit)

 

Vielfach erscheinen die Organisationsstrukturen und Themenfelder des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung vom Arbeitsschutz gedanklich weit entfernt.

 

In unserem Artikel „Der Zusammenhang von BGM, rechtlichen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der DIN ISO 45001“ konnten Sie erkennen, dass in vielen klassischen Arbeitsschutz-Regularien BGM-Anforderungen enthalten sind. Die Frage, ob im Arbeitsschutz BGM steckt, konnte also mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden.

 

Die Frage, ob denn auch Inhalte der DIN ISO 45001 BGM-Strukturen und BGM-Thematiken beinhalten, konnte ebenfalls mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden.

Denn BGM kann durch die Orientierung an den Anforderungen der DIN ISO 45001, genauso wie der klassische Arbeitsschutz noch strukturierter gestaltet werden.

 

Nun stellen sich jedoch die Fragen:

  • Warum aber orientieren sich zu wenig BGM-Verantwortliche zumindest an den Arbeitsschutzregularien?
  • Warum arbeiten Arbeitsschützer und BGM-Verantwortliche zu wenig zusammen?
  • Und warum kennen und nutzen BGM-Verantwortliche die Anforderungen der DIN ISO 45001 nicht für ihre tägliche Praxis?

Genau hierzu haben wir eine Umfrage gestartet. Über die Ergebnisse möchten wir Sie nun im weiteren Verlauf genauer informieren.

 

 

In Welcher Branche sind Sie tätig?

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Sind Sie der Meinung, dass BGM und Arbeitsschutz zusammengehören?

Sind Sie der Meinung, dass BGM und Arbeitsschutz zusammengehören? Diagramm

 

Warum orientieren sich Ihrer Meinung nach zu wenig BGM-Verantwortliche zumindest an den Arbeitsschutzregularien?

 

Ein großer und häufig genannter Punkt, warum sich Ihrer Meinung nach zu wenig BGM-Verantwortliche an den Arbeitsschutzregularien orientieren ist die Unkenntnis der Thematik, aufgrund von ungeschultem Personal. Hier sind die Punkte „fehlendes Wissen, fehlende Erkenntnis der eigentlichen Wichtigkeit und Tragweite sowie Desinteresse“ gefallen.

Außerdem finden BGM-Maßnahmen laut den Befragten oftmals nur temporär statt oder werden eher zur Teambildung genutzt.

Das Thema Arbeitsschutz wird mit den vielen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften im Allgemeinen als zu umfangreich und trocken angesehen, weshalb sich viele BGM-Verantwortliche nicht an den Arbeitsschutzregularien orientieren.

 

Warum arbeiten Ihrer Meinung nach Arbeitsschützer und BGM-Verantwortliche zu wenig zusammen?

 

„Unkenntnis aufgrund von ungeschultem Personal“ wurde auch hier bei einem Großteil der Probanden als Antwort angegeben.

Zusätzlich ist der Umfrage zu entnehmen, dass oftmals die Synergie-Effekte nicht betrachtet werden.

Ein Grund der geringen Zusammenarbeit beruht Ihrer Meinung nach ebenso auf dem fehlenden Informationsaustausch, fehlender Zeit oder dem fehlenden Verständnis beider Parteien füreinander.

 

Warum kennen oder nutzen Ihrer Meinung nach BGM-Verantwortliche die Anforderungen der DIN ISO 45001 nicht für Ihre tägliche Praxis?

 

Auch bei dieser Frage, spielt der Grund „Unkenntnis aufgrund von ungeschultem Personal“ eine große Rolle.

Viele finden hierbei, dass während der BGM-Ausbildung die DIN ISO 45001 unzureichend behandelt werden und das ganze aktuell noch zu praxisfremd ist.

Ebenfalls wird ein unzureichendes / mangelndes Verständnis des Normgremiums bzgl. des HLS (High Level Structure) angegeben sowie eine unzureichende Informationserbringung durch die BG.

 

Wie könnte eine Verknüpfung von BGM und dem Arbeitsschutz / DIN ISO 45001 Ihrer Meinung nach verbessert werden?

 

Als Verbesserungsvorschlag wurde unter anderem genannt, dass Unternehmer nur geschultes Personal – qualifizierte Gesundheitsmanager mit Ausbildung oder Studium – anstellen sollen.

Zusätzlich wäre eine Änderung des Ausbildungsprogramms denkbar. Hierbei sollten Gesundheitsmanager die Grundlagen der Arbeitsschützer kennenlernen und andersherum.

Weitere Vorschläge sind die Einführung stärkerer Vorschriften und Normen im BGM sowie die Abänderung der DIN ISO 45001 um sie praktischer und nützlicher für den betrieblichen Alltag zu gestalten.

Zudem sollte die Kommunikation und der Informationsaustausch zwischen Arbeitsschützern und BGM-Verantwortlichen verbessert werden.

 

Vielen Dank an alle, die mitgemacht und die Fragen beantwortet  haben.

 

Wir sind auch der Meinung, dass er daran liegen kann, dass die Akteure von unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen entstammen und damit ein unterschiedliches Mindset zu den Themen haben. Des Weiteren werden sie in der betrieblichen Organisation oftmals unterschiedlichen Einheiten zugeordnet und agieren aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Grundlagen und Fördermöglichkeiten. Somit wird eine Trennung vollzogen, die thematisch eigentlich nicht existent ist und auch rechtlich nicht gewollt.

Es gibt also definitiv Optimierungsbedarf, sodass in Zukunft BGM und der Arbeitsschutz auch in der Praxis besser verknüpft werden.

 

Eine Möglichkeit finden Sie hier bei uns, in der Ausbildung zum/zur betrieblichen Gesundheitsmanager*in kombiniert mit dem/der internen Auditor*in nach DIN ISO 45001: Ausbildung zum Gesundheitsmanager/in im Betrieb – IfG Sicherheit + Gesundheit. (gesundheitsmanagement.com)

Experteninterview: Erfahrungen und Austausch Gefährdungsbeurteilung Homeoffice-Arbeitsplätze

Anfang des Jahres haben wir mit der Winora Group die Gefährdungsbeurteilung der Homeoffice-Arbeitsplätze durchgeführt. Nach dem Ende des Projekts haben wir Herrn Hill, HR Director Central Europe, nach seinen Erfahrungen und Herausforderungen zum Thema Homeoffice befragt:

 

Hallo Herr Hill. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen. Wir haben für Sie die Gefährdungsbeurteilung der Homeoffice-Arbeitsplätze bereits zu Beginn dieses Jahres durchgeführt. Welche Herausforderungen mussten Sie auch bereits davor schon meistern, um Ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen?

  • Hinsichtlich Arbeitssicherheit konnten wir zügig auf Arbeiten von Zuhause umstellen. Auf die Schnelle konnten wir natürlich nicht alle Arbeitsplätze überprüfen, hatten aber Vertrauen, dass die Mitarbeiter auch Zuhause ergonomisch arbeiten und sich an alle Regeln halten. Rein arbeitstechnisch hatten wir lediglich Probleme mit unserer Telefonanlage, die insbesondere in den Call Centern nicht auf Homeoffice ausgelegt war. Aber auch hier haben wir schnell eine technische Lösung gefunden.

 

Warum haben Sie sich bereits während der unsicheren Pandemie-Situation für die Beurteilung der Homeoffice-Arbeitsplätze entschieden?

  • Dass wir schnell auf Homeoffice umstellen konnten durfte natürlich nicht dazu führen, dass damit alles erledigt ist. Es blieb immer ein ungutes Gefühl, nichts über die genaue Arbeitssituation der Mitarbeiter zu wissen. Wir waren bestrebt, den Mitarbeitern auch im Homeoffice eine attraktiven und sicheren Arbeitsplatz zu bieten.

 

Wie gestaltete sich die Durchführung und Korrespondenz konkret?

  • Wir haben von der IfG GmbH  einen Fragebogen als Vorschlag erhalten, den wir gemeinsam hinsichtlich Abteilungen und besonderer Gefährdungen auf unsere Unternehmen angepasst haben. Nach Zurverfügungstellung einer Mitarbeiterliste mit E-Mail-Adresse erfolgte der Versand der Fragebögen ebenso wie regelmäßige Erinnerungen durch IfG. Als Auswertung erhielten zum einen unsere Mitarbeiter ein detailliertes Feedback – bei Gefährdungen einschließlich Vorschlägen zur Umsetzung. Zum anderen erhielten wir eine Übersicht, um ebenfalls die Abhilfe bei Gefährdungen nachhalten zu können.

 

Welchen Mehrwert sehen Sie in der Arbeit im Homeoffice und was unternehmen Sie als Arbeitgeber konkret, damit Ihre MitarbeiterInnen auf Basis der Gefährdungsbeurteilung auch in Zukunft sicher und gesund im Homeoffice arbeiten?

  • Mehrwert für unsere Mitarbeiter sind sicher Ersparnis von Zeit und Geld für den Arbeitsweg, die Möglichkeit der Beaufsichtigung von Kindern bei erneutem Homeschooling und teilweise auch ruhigeres Arbeiten ohne große Störungen. Wie gesagt haben wir die Abhilfe der Gefährdungen geprüft und werden sicher auch in gewissem Zeitabstand eine erneute Gefährdungsbeurteilung gemeinsam mit IfG durchführen.

 

Welchen zentralen Mehrwert hat die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung von Homeoffice-Arbeitsplätzen für Sie als Arbeitgeber?

  • Wir haben nun ein sichereres Gefühl für gute ergonomische Verhältnisse bei den Mitarbeitern. Wir wissen, welche Schwachpunkte regelmäßig vorkommen und können gerade auch bei neuen Mitarbeitern oder Mitarbeitern, die erstmals im Homeoffice arbeiten, entsprechende Hinweise geben.

 

Worin sehen Sie die zukünftigen Herausforderungen bei der Gewährleistung von Arbeitsschutz im Homeoffice?

  • Hier werden Gesetzgeber und Berufsgenossenschaften sicher entsprechend der gesammelten Erfahrungen Gesetze und Vorschriften anpassen. Auch Fragen des Arbeitszeitgesetzes werden sicherlich immer wieder auftauchen, wenn sich zu Hause Arbeit mit Privatleben vermischt. Darauf werden wir dann flexibel reagieren

 

Vielen Dank für Ihre Antworten.

 

Wenn auch Sie nach einem externen Partner suchen, der Ihre Gefährdungsbeurteilungen zuverlässig durchführt, werden Sie bei uns fündig: Gefährdungsbeurteilung – IfG Sicherheit + Gesundheit. (gesundheitsmanagement.com)

Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Da in vielen Lebensbereichen die Möglichkeiten für weitere Kontaktbeschränkungen und zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen weitgehend ausgeschöpft sind, sind zusätzliche und zeitlich befristete Maßnahmen des betrieblichen Arbeitsschutzes unverzichtbar.

 

Es besteht also weiterhin die Notwendigkeit, wirksame und koordinierte Maßnahmen zur Sicherstellung eines ausreichenden Infektionsschutzes in der Arbeitswelt umzusetzen.

 

Mit den Ergänzungen und der Verlängerung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gelten die grundlegenden Arbeitsschutzregeln bis einschließlich 24. November 2021. Inhaltlich neu ist das Thema Schutzimpfung:

  • Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen haben die Beschäftigten im Rahmen der betrieblichen Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an COVID-19 aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren.
  • Gleichzeitig müssen sie den Beschäftigten ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen.
  • Außerdem sollen sie Betriebsärzte und Betriebsärztinnen bei betrieblichen Impfangeboten unterstützen.
  • Arbeitgebende können nun auch bei der Festlegung und der Umsetzung der Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes einen ihnen bekannten Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten berücksichtigen.

 

Ansonsten müssen die bestehenden Arbeitsschutzregeln, wie die Kontaktreduzierung, die Testangebotspflicht sowie die Verpflichtung zur Erstellung und Aktualisierung betrieblicher Hygienekonzepte in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung auch nach wie vor eingehalten werden. Weitere Infos lesen Sie hier: BMAS – Corona-Arbeitsschutzverordnung verlängert und ergänzt

Der Zusammenhang von BGM, rechtlichen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der DIN ISO 45001

Vielfach erscheinen die Organisationsstrukturen und Themenfelder des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung vom Arbeitsschutz gedanklich weit entfernt.

 

Ist dem wirklich so?

Was sagen uns die Regularien im Arbeits- und Gesundheitsschutz und welche Anforderung stellt die DIN ISO 45001?

 

Zunächst sollen die Begriffe Gesundheit, Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement definiert werden.

Gesundheit ist ja bekanntlich in Anlehnung an die Definition der WHO „der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen“.

 

Gesundheit kann manchmal nur ein temporär kurzer Zustand sein, das weiß man aus eigener Erfahrung – trotzdem sollte man immer das Zusammenspiel betrachten. Also nicht nur die körperliche Dimension – wie die Schmerzen im Kniegelenk – sondern auch die psychische und psychosoziale Dimension, wie z.B. eine traurige Stimmung oder die Unsicherheit beim Vortragen vor einer Gruppe. Alle diese drei Dimensionen bedingen sich gegenseitig, sodass psychische Belastungen auch körperliche Beschwerden hervorrufen können.

Neben diesen Negativbeispielen gibt es aber auch positive, die Gesundheit unterstützende und fördernde Faktoren, die ebenfalls Einfluss aufeinander haben.

 

Das sind zum Beispiel Mobilisationsübungen für das schmerzende Kniegelenk, unterschiedliche Haltungen im Arbeitsalltag oder Mut zusprechende Worte der Kollegen bei einem Vortrag in einer neuen Arbeitsgruppe. Viele nennen das: gesundheitsförderliche oder präventive Maßnahmen.

Hafen meinte schon 2004, dass „reine Gesundheitsförderung nicht möglich sei“.

 

Gesundheitsförderung orientiert sich immer an krankmachenden Faktoren. Somit ist der Ansatz der Managementsysteme (auch der DIN ISO 45001), nicht nur Risiken, sondern auch Chancen zu betrachten, folgerichtig. Chancen werden dabei in der DIN ISO 45001 als Umstand, oder Reihe von Umständen definiert, die die Wirksamkeit von Prävention von Verletzungen und Erkrankungen und die Bereitstellung sicherer und gesundheitsgerechter Arbeitsplätze verbessern. Also auch hier gilt eine Orientierung an der Prävention.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement definieren Weinreich und Weigl (2010) als planvolle Organisation mehr oder weniger komplexer betrieblicher Gesundheitsdienstleistungen zum Zweck der Erhaltung und zum Ausbau der Arbeitsbewältigungsfähigkeit der Mitarbeitenden.

Das bedeutet vor allem, dass Maßnahmen immer zweckdienlich und zielorientiert sein sollen, um die Arbeit zu bewältigen.

 

Die Bewältigung der Arbeit hat unterschiedliche Ebenen zu berücksichtigen. Die persönliche Ebene auch im Sinne der Leistungsvoraussetzungen, die Arbeitssystemebene, also den typischen Arbeitsplatz und die Ebene der Organisation. Genau an diesen Ebenen soll auch BGM mit seinen Maßnahmen ansetzen, und zwar immer zielorientiert und zweckdienlich.

 

Ein Management zumindest mit dem Gedanken des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) wäre ja anders gar nicht möglich.

Maßnahmen, die ohne Ziel und ohne Zweck stattfinden, sind weder im BGM noch im Arbeits- und Gesundheitsschutz vorgesehen.

 

Vielmehr fordern verschiedene Regularien des Arbeits- und Gesundheitsschutzes Maßnahmen in den drei oben aufgezeigten Ebenen, die durch folgenden Prozess entwickelt wurden:

  1. Diagnose oder Analyse
  2. Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen
  3. Umsetzung von Maßnahmen
  4. Folgende Wirksamkeitskontrolle

 

Folgende Regularien verlangen klassische BGM-Organisationsstrukturen und BGM-Themen und können in die 3 Ebenen eingeordnet werden:

Regularien
Man erkennt hier, dass in vielen klassischen Arbeitsschutz-Regularien BGM-Anforderungen enthalten sind. Die Frage, ob im Arbeitsschutz BGM steckt, kann mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden.

Die nächste Frage, die sich stellt, ist, ob denn auch Inhalte der DIN ISO 45001 BGM-Strukturen und BGM-Thematiken beinhalten. Dazu vergleichen wir erneut -orientiert an den 3 Ebenen – und erhalten folgende Tabelle.

Normkapitel
Auch die zweite gestellte Frage kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden.

Denn BGM kann durch die Orientierung an den Anforderungen der DIN ISO 45001, genauso wie der klassische Arbeitsschutz noch strukturierter gestaltet werden.

Warum aber orientieren sich zu wenig BGM-Verantwortliche zumindest an den Arbeitsschutzregularien? Warum arbeiten Arbeitsschützer und BGM-Verantwortliche zu wenig zusammen? Und warum kennen und nutzen BGM-Verantwortliche die Anforderungen der DIN ISO 45001 nicht für ihre tägliche Praxis?

 

Die Antworten haben wir anonym erfragt und hier finden Sie die Auswertung: Auswertung Umfrage: Zusammenhang BGM und ISO 45001 – IfG Sicherheit + Gesundheit. (gesundheitsmanagement.com)

 

 

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Bei uns finden Sie passgenaue Weiterbildungen:

 

Autor: Dr. Christian Weigl, weigl@gesundheitsmanagement.com

Keine Lust mehr auf Führung beim Nachwuchs – Von Lea-Marie Thiel und Ingo Weinreich

Im Kontext der Debatte um die Attraktivität von Führung liest man häufig, dass die Nachwuchstalente der Generation „Y“ keine Führungspositionen mehr übernehmen wollen. Und selbst wenn sie es tun, gäbe es wesentliche Unterschiede zu den Führungskräften der Generationen „X“ und erst recht der „Babyboomer“ in der Art und Weise wie geführt wird. Aber sehen das die betroffenen Führungskräfte genauso? Hat die Bereitschaft zur Übernahme von Führungsverantwortung in der Generation Y tatsächlich abgenommen?

Im Rahmen einer qualitativen Studie bei insgesamt 12 Führungskräften der genannten Generationen ergab sich, dass es keinen wesentlichen Unterschied in der Bewertung der Attraktivität von Führung gibt. Das ist ein erster Hinweis darauf, dass die erschwerte Besetzung von Führungspositionen kein Generationenproblem an sich darzustellen scheint. „Young Professionals“ der Generation Y finden Führung nicht per se unattraktiv. Sie möchten nur nicht so führen, wie es ihnen aktuell vorgegeben wird, sondern diese nach ihren eigenen, individuellen Präferenzen ausgestalten.

Sie wollen also anders führen. Nur wie?

Zum einen sind es die Rahmenbedingungen von Führung, die die Übernahme einer Führungsposition für sie attraktiv machen, nicht die Führungsaufgabe selbst. In den geführten Interviews wurde deutlich, dass sie besonders kritisch auf den Kontext der Führungsaufgabe schauen und prüfen, dass dieser erfolgsträchtig ist. Zu diesem Kontext gehören variable Organisationsformen, ein intaktes soziales Führungsumfeld, die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, sowie eine offene Unternehmenskultur. Zudem haben die angehenden Führungskräfte den Anspruch, dass sie optimal auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet werden. Und ein weiterer Aspekt der Studie scheint interessant: Die neue Führungselite hat deutlich höhere Ansprüche an die Mitarbeitenden selbst. Diese sollen mehr Verantwortung für sich und die Führungsbeziehung übernehmen. Das kann im Sinne „führungsunterstützenden Verhaltens“ interpretiert werden – einem Konstrukt, das bisher wenig in der Führungsliteratur thematisiert wurde. Hierzu müsse den Mitarbeitenden auch klar gemacht werden, dass sie einen wesentlichen Teil zu gelungener Führung beitragen und dass sie ihre Führungskraft darin unterstützen sollten, eine angemessene Führungsleistung zu bringen. Dadurch profitierten letztlich beide Seiten. Zum anderen zeigen die geführten Interviews, dass eine wesentliche Barriere zur Übernahme einer Führungsposition in den vermuteten Ressourcenverlusten liegt. In der Bilanz zu den angenommenen Ressourcengewinnen wird deutlich, dass die Verluste den deutlich größeren Wertebeitrag aufweisen. Doch welche Ressourcenverluste werden befürchtet?

Das sind insbesondere:

a) weniger Autonomie,

b) mehr Zeitstress,

c) mehr Aufgaben- und Erfolgsdruck und

d) weniger Work-Life-Balance.

Diese negativen Konnotationen zur Führungsaufgabe lassen diese zunächst deutlich weniger attraktiv erscheinen. Als Gegengewicht können Ressourcengewinne ins Feld geführt werden. Für die neuen Leader zählen aber weniger Macht, Status und Geld als vielmehr soziale Unterstützung, Mentoring, Entwicklungsperspektiven und die Anerkennung ihrer Führungsleistungen. Die neue Führungsgeneration wartet nicht auf den goldenen „Hand-Shake“, sondern will, dass ihre Performance im Tagesgeschäft gewürdigt wird. Die Studie weist also auf Ansatzpunkte hin, wie Sie die neuen Führungskräfte an Bord holen und dort auch halten können: Ressourcenverluste minimieren und Ressourcengewinne maximieren. Und zwar genau in dieser Reihenfolge! Konkret bedeutet das, Führung nicht nur mit Belastung und Einengung gleichzusetzen, sondern zugleich die Unterstützungsangebote und Entwicklungsperspektiven anzusprechen. Die neue Generation will wissen, ob es Freizeitausgleich, Networking-Events, Peer Coachings, Mentoring-Programme und emotionalen Response gibt. Hinzu kommt, dass auch das Verhältnis zu den Mitarbeitenden neu kalibriert werden muss. In der Verantwortungsteilung zwischen Führenden und Geführten liegt ein Schlüsselelement für die Zukunft. Dieser ‚New-Deal-of-Responsibility‘ ist sicher eine der größten Herausforderungen für die Neu-Adjustierung der Arbeitsbeziehungen in Organisationen. Wir müssen also keine Angst davor haben, eine ‚führungsverweigernde‘ Generation zu bekommen, als vielmehr darauf achten, dass wir ein neues Führungsumfeld für unsere ‚High-Potentials‘ von morgen schaffen.

 

Thiel, L. M. (2020) Führung im Wandel. Eine qualitative Untersuchung zur Attraktivität der Führungsaufgabe und den damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen. Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Fit durch Vid – Die Erklär-, Lern- und Trainingsvideos von IfG Digital Media

Immer mehr Unternehmen greifen inzwischen sehr gerne auf die digitalen Produkte von IfG Digital Media zurück. Denn in diesem Bereich bieten wir zahlreiche visualisierende Leistungen an, mit denen sich Aktivitäten gerade im Gesundheitsmarketing oder in digitalen Gesundheitsprogrammen optimieren und verstärken lassen. So z.B. unsere Video-Produktionen. Für einen starken audio-visuellen Auftritt Ihrer Ideen, Veranstaltungen, Kampagnen oder News. Mit diesem Format lassen sich Texte, Bilder, Figuren, Animationen, Ton und mehr kreativ und kundenspezifisch zusammenfügen. Damit bringen wir den Kern Ihrer Botschaften auf den Punkt. Unsere eigenen IfG-Video-Produktionen fokussieren sich derzeit auf die Formate:

  • Erklärvideos
  • Lernvideos
  • Trainingsvideos
  • Trailer

In unseren Erklärvideos stellen wir Ihnen viele unserer Produkte und Dienstleistungen anschaulich, leicht erklärt und unter Kundenaspekten dar. Zum Beispiel unsere Erklärvideos für die Software MIAS® System (https://youtu.be/eAVica2zNo8) oder zur DIN ISO 19011 – unserem Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen (https://youtu.be/027wUi9-ygs)

Unsere Lern- und Trainingsvideos kommen derzeit vor allem auf unseren Online-Plattformen https://stress-ex.de/ , https://www.azubifit.de/ und https://aktivpause.com/ zum Einsatz. Hier zeigen Ihnen unsere Gesundheitstrainer z.B. die richtigen Übungen für einen gestärkten Rücken oder für das richtige Sitzen am Arbeitsplatz. Entspannungsübungen, Faszientraining aber auch gesunde Rezepte zum Nachkochen vervollständigen das Leistungsangebot.

Im Bereich Trailer-Produktion (ein meist kürzerer visueller Werbeclip für eine bald zur Veröffentlichung anstehende Produktion, Dienstleitung oder Veranstaltung) können wir Unternehmen anbieten, alle gewünschte Promotion oder Marketingleistung per Trailer-Video zu übernehmen und den Markt bzw. potenzielle Kunden in ansprechender Weise darauf aufmerksam zu machen.

Beispiele für Trailer-Produktion: https://aktivpause.com/ , https://www.azubifit.de/

Gerade in Zeiten, in denen Produkt-Placement und Bewerbung fast nur noch im Internet stattfindet, sollten Videos auch in Ihrem Portfolio ein unverzichtbarer Bestandteil sein. IfG Digital Media kann Ihnen dabei helfen, Ihre Produkte, Dienstleistungen und Kampagnen in Wort und Bild erfolgreich im Markt zu platzieren. Von der Redaktion (Storyboard-Erstellung, Claiming, Headlining) über unsere hochprofessionellen Film-Aufnahmen und der digitalen Produktion in unseren eigenen Studios. Auf Wunsch können wir auch professionelle Synchron- und Off-Sprecher zur Vertonung zur Verfügung stellen, ebenso wie eine breite Palette an Sounds, Musik und visuellen Spezialeffekten.

Rechtskataster-Online – Das Compliance-Werkzeug für Ihr Managementsystem

Die Identifizierung und Einhaltung von Vorschriften und Anforderungen ist das Grundgerüst für ein erfolgreiches Compliance Management und Voraussetzung für die Zertifizierung eines Managementsystems in den Bereichen Energie (ISO 50001), Umwelt (EMAS oder ISO 14001) und Arbeitsschutz (ISO 45001). Relevante Rechtsvorschriften aus dem Energie-, Umwelt- und Arbeitsschutzrecht zu ermitteln, die Konformität zu prüfen und zu dokumentieren, ist für Unternehmen jedoch oft nicht leicht. Die Lösung ist die datenbankgestützte Cloud-Lösung „Rechtskataster-Online“. Sie hat sich seit 2015 als Compliance-Werkzeug etabliert.

 

Für die Cloud-Plattform arbeitet unser Partner SR Managementberatung GmbH (SRMB) mit dem Software-Anbieter ITC AG zusammen. „Durch unsere Zusammenarbeit bündeln wir die Kernkompetenzen beider Unternehmen, und zwar das IT-Knowhow der ITC AG und unsere langjährige Erfahrung in der Beratung zu Managementsystemen. Daraus entstanden ist ein maßgeschneidertes Online-Tool zur Überwachung rechtlicher Anforderungen im Rahmen von Managementsystemen“, sagt Dr. Matthias Damert, Projektleiter für Rechtskataster-Online bei SRMB.

 

Die Nutzung von Rechtskataster-Online bietet Ihnen viele Vorteile:

 

  • Zeitersparnis: Durch die regelmäßige automatische Aktualisierung sämtlicher Vorschriften und übersichtliche Zusammenfassungen wird der Zeitaufwand für die Recherche, Bewertung und Dokumentation von Vorschriften auf ein Minimum reduziert.
  • Persönliche Unterstützung: Auf Wunsch werden Sie von einem erfahrenen Fachexperten bei der Einrichtung und Aufrechterhaltung Ihres Rechtskatasters und der praktischen Umsetzung von Anforderungen unterstützt.
  • Einfache Konformitätsüberwachung: Durch ein integriertes Bewertungs-, Verantwortlichkeiten- und Dokumentenmanagement haben Sie stets die wichtigsten Handlungsfelder im Blick und können Konformitätsnachweise hinterlegen.
  • Rechtssicher und praxiserprobt: Rechtskataster-Online wurde im Einklang mit den relevanten Anforderungen der einschlägigen Normen entwickelt sowie im Rahmen von Zertifizierungsaudits von etablierten Zertifizierungsgesellschaften geprüft.
  • Individualisierbarkeit: Je nach vorhandenem Managementsystem lassen sich einzelne Rechtsmodule flexibel kombinieren. Auch firmeninterne Vorschriften oder Vorschriften aus anderen Rechtsbereichen können zusätzlich erfasst und unternehmensweit bereitgestellt werden. Damit lässt sich Rechtskataster-Online auch für andere Anwendungsgebiete (z.B. Qualitätsmanagement nach ISO 9001 oder Compliance Management nach ISO 37301) einsetzen.
  • Abbildung komplexer Unternehmensstrukturen: Die Multisite-Funktion ermöglicht es, innerhalb eines Unternehmensverbundes (z.B. Konzern) mehrere unternehmensindividuelle Rechtskataster zentral in einem Benutzerkonto (z.B. Management-Beauftragter) zu verwalten.

 

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter https://www.rechtskataster-online.de/ . Gerne stellen wir Ihnen einen Testzugang zur Verfügung und erstellen Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot.

Glücklicher Gewinner!

Glücklicher Gewinner!

 

Unser IT-Beauftragter Armin Renner ist beim Mai Gewinnspiel von pegasus IT als einer der zehn Gewinner ausgelost worden und darf sich nun über den pegagus PIT und einen kostenlosen IT-Beratungstermin nach Wahl freuen.

 

Wir sagen Danke an pegasus IT , denn wir freuen uns sehr über unseren Gewinn, den wir im Zuge unserer immer weiter fortschreitenden Digitalisierung gut nutzen können.

 

Ihr IT-Systemhaus & Digitalisierungspartner I Raum Regensburg (pegasus-gmbh.de)

Armin Renner