Arbeitsunfälle Trauma

Arbeitsunfälle beziehen sich nicht immer nur auf die physische Gesundheit der Beschäftigten, auch psychische Störungen beispielsweise nach einem Trauma sind hier inbegriffen.

Psychische Störungen können beispielsweise durch Gewalt, Aggression oder Beleidigung am Arbeitsplatz durch Kundschaft oder Teammitglieder ausgelöst werden. Aber auch, wenn die betroffene Person Zeuge eines Unfalls wurde oder Erste-Hilfe leisten musste.

Auch wir, die IfG GmbH beschäftigen uns aktuell im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements mit einem Fall von psychischen Störungen.

In diesem speziellen Fall musste eine Pflegekraft den Suizidversuch einer behandelnden Person miterleben. Während die Fachkraft versucht hat, den Patienten beim Versuch aus dem

Fenster zu springen, aufzuhalten, zog sich die Pflegekraft neben leichten körperlichen Verletzungen, welche bereits verheilt sind, auch ein Trauma zu.

Um diese Extremsituation verarbeiten zu können, wurde das Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Anspruch genommen.

Dieses Verfahren wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um eine schnelle Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten. Bis heute werden hierdurch Maßstäbe im deutschen Gesundheitswesen gesetzt.

Durch die schnelle Hilfe sollen chronische Leiden verhindert und die berufliche und soziale Teilhabe des Betroffenen gesichert werden.

Die gesetzliche Unfallversicherung greift beim Psychotherapeutenverfahren auf ein Netzwerk aus rund 800 Psychotherapeut/innen mit besonderen Kenntnissen in der Traumabewältigung zurück.

Innerhalb einer Woche kann den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Durch die frühzeitige und intensive Hilfe reichen bei einem Großteil der Fälle bereits fünf probatorische Sitzungen. Nur bei etwa elf Prozent handelt es sich um Langzeitfälle mit mehr als 30 Behandlungseinheiten.

Mit diesem Angebot hat die DGUV ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Gesundheitswesen. Indem das Netzwerk ständig gestärkt und erweitert wird, soll dieser Standard auch während des weiterhin steigenden Bedarfs gewährleistet werden. Auch sollen Videotherapien etabliert werden, um so auch ländlichere Regionen bestens abdecken zu können.

Dass Betroffene sowohl sozial als auch beruflich vollkommen am Leben teilhaben können, ist es von immenser Bedeutung in eine frühe und intensive Therapie zu investieren.

Hinweis zu BEM Aufbauseminar

ESG Rating und die DIN ISO 45001

ESG-Kriterien gewinnen vor allem für international agierende Unternehmen deutlich an Bedeutung. Environment (Umwelt), Social (Soziale Standards), Government (Führung) sind die Oberbegriffe, die für ESG stehen und nach welchen ein Rating durchgeführt werden kann.
Diese Ratings werden von unterschiedlichen Ratingagenturen umgesetzt, z. B. MSCI, S6P Global oder ISS ESG, auch nationale Rating Agenturen beschäftigen sich schon mit diesen Themen.
Für ihre Einschätzungen nutzen sie eine hohe Anzahl von Kriterien, die wiederum in Indikatoren zusammengefasst sind.
Beispiele dieser Indikatoren sind für:

  • Umwelt: Klima, Ressourcenverbrauch, …
  • Soziale Faktoren: Sicherheit, Gesundheit, Entwicklung von Humankapital, Mitarbeiterzufriedenheit
  • Führung: Compliance und Korruption

Vor allen die Kriterien Sicherheit und Gesundheit sowie Compliance werden mit einer möglichen Einführung und einer Zertifizierung nach DIN ISO 45001 in hervorragender Weise im Rating berücksichtigt und positiv bewertet.
DIN ISO 45001 stellt somit eine mögliche Grundlage dar, im ESG-Rating weit oben zu stehen.
Welche Kriterien auch bei einer Zertifizierung nach DIN ISO 45001 positiv bewertet werden, finden sie in der abschließenden Tabelle, auch in Beziehung mit den jeweiligen Kapiteln der DIN ISO 45001.

Tabelle ISO45001

 

Wie Sie eine Zertifizierung nach DIN ISO 45001 angehen können, erfahren Sie in meinem „Praxishandbuch DIN ISO 45001“
Praxishandbuch DIN ISO 45001 (din-iso45001.org)
und unserer Ausbildung zum Arbeitsschutzmanagementbeauftragten inkl. internen Auditor nach DIN ISO 45001.
Arbeitsschutzmanagementbeauftragter inklusive interner Auditor nach DIN ISO 45001 – IfG Sicherheit + Gesundheit. (gesundheitsmanagement.com)

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen.

IfG wird international

Mein Name ist Ittipat Tavekeardtragoon und wie mein Name vielleicht schon verrät, liegen meine Wurzeln in Thailand, wo meine Familie bis heute wohnt. Ich lebe seit 5 Jahren in Deutschland und konnte hier schon viele tolle Erfahrungen sammeln. Bevor ich nach Deutschland kam, habe ich meinen Bachelorabschluss in „Digital Art und Visual Effects“ an der Rangsit Universität in Thailand gemacht. Im Jahr 2017 bin ich dann nach Deutschland gezogen und habe zuerst weitere 2 Jahre lang in Dresden Deutsch gelernt. Ich würde behaupten, dass Deutsch eine der schwierigsten Sprachen der Welt ist, aber mittlerweile kann ich mich sehr gut verständigen. Natürlich versuche ich trotzdem, mein Deutsch stetig zu verbessern.

Für mein Masterstudium in „Medienkunst/Mediengestaltung“ bin ich schließlich noch einmal an die Bauhaus-Universität in Weimar gewechselt und konnte im Jahr 2021 meinen Masterabschluss in den Händen halten. In meinem Masterstudium habe ich vor allem im Bereich der Videoproduktion viel Erfahrung sammeln können. Das war eine sehr schöne Zeit für mich und ich habe mein Studienleben in Deutschland vollstens genossen.

 

Seit Anfang September 2022 bin ich nun als Videoproduzent und Digital Media Producer bei der IfG GmbH in Leipzig tätig. Ich freue mich sehr, dass ich nicht nur durch mein Knowhow im Bereich Digital Media, sondern auch durch meine Herkunft etwas Neues in unser Team und damit in unsere Unternehmenskultur einbringen kann – die ersten Rezept Tipps für thailändische Spezialitäten habe ich bereits an meine Teamkolleg/innen weitergegeben.

Ich bin schon sehr auf alle zukünftigen Projekte gespannt, die ich bei IfG angehen werde und gemeinsam mit unseren Kund/innen gestalten darf.

 

Viele Grüße aus Leipzig,

Ittipat Tavekeardtragoon

„Gen Z – sozial(in)kompetent?!“

Recap zum 2. Mynd!Talk am 12.10.2022

Am 12.10.2022 fand der zweite Mynd!Talk statt. Im Fokus dieses Mal: die Sozialkompetenz von BerufsschülerInnen. Studien zufolge sind der Generation Z soziale Kontakte, Familie und Freunde besonders wichtig, wichtiger als das rasche Erklimmen der Karriereleiter. Warum fällt es dennoch Eltern, Lehrkräften, AusbilderInnen, Vorgesetzten & Co. schwer, authentisch mit dieser Generation zu interagieren? Diesem Rätsel ist der Mynd!Talk auf den Grund gegangen.

 

Zu Gast war der Psychologe, Generationenforscher und Sachbuchautor Rüdiger Maas, der in einem Interview sowohl über Einblicke in die Studienlage zur Sozialkompetenz von jungen Erwachsenen sprach als auch hilfreiche Tipps & Tricks für StakeholderInnen an die Hand gab.

 

Geleitet durch das You!Mynd Projektbüro und mit ca. 30 interessierten TeilnehmerInnen, war der zweite Mynd!Talk, in Form eines Live-Webinars, wieder ein voller Erfolg! Der 3. Mynd!Talk soll sich der Stressregulation von BerufsschülerInnen widmen und voraussichtlich am 30.01.2023 stattfinden.

 

Sehen Sie sich hier das Recap-Video zum Mynd!Talk an: https://www.youmynd.de/event/

 

Mynd Talk 2.0

Am 12.10.2022 von 9.00 – 10.00 Uhr findet der zweite Mynd!Talk statt. 60 Minuten spannender und brandaktueller Input zum You!Mynd Kernkompetenzthema „Sozialkompetenz“ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Tauchen Sie ein in die Welt der Generation Z: „Gen Z – sozial(in)kompetent?!“
erfahren Sie wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse im Interview mit dem Generationenforscher und Sachbuchautor Rüdiger Maas
hören Sie die Erfahrungen der You!Mynd TrainerInnen aus der Praxis

You!Mynd – Mach was draus!
Das You!Mynd Präventionsprojekt, gefördert durch Betriebskrankenkassen, startete 2021 erstmalig in Berufsschulen. Seither ist viel passiert: über 900 SchülerInnen konnten wir bisher mit unserer Mynd!Class erreichen und somit ihre psychische Gesundheit unterstützen.

Im ersten Mynd!Talk im März 2022, der Auftaktveranstaltung, stellten wir unser Präventionsprojekt und die You!Mynd Angebote vor. Zukünftig soll das Format dazu dienen, tiefer in die 5-S Kernkompetenzen einzusteigen: Selbstbewusstsein, Selbstorganisation, Sozialkompetenz, Stressregulation, Suchtkompetenz – alles in Verbindung zur besonderen Zielgruppe BerufsschülerInnen. Untermalt werden unsere Talks durch Fachbeiträge von namhaften ExpertInnen.

Nutzen auch Sie die Gelegenheit, das You!Mynd Projekt tiefgründig kennenzulernen, stets mit topaktuellen Erkenntnissen zur Generation Z versorgt zu sein und sich mit anderen Stakeholdern zu vernetzen.

Wir freuen uns, Sie zum nächsten Mynd!Talk begrüßen zu dürfen!

Hier geht´s zur Anmeldung

Mynd!Talk
 Mynd!Talk

 

Neues aus der Familie der DIN ISO 45001

Für die DIN ISO 45001:2018 wird es 2022 und auch 2023 keine Revision geben, trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien und die internationalen Spiegelgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen.

Die ISO/DIS 45002 wurde von den internationalen Gremien bestätigt. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem wird das Spiegelgremium die ISO 45002 übersetzen, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht. Diese allgemeinen Leitlinien zur DIN ISO 45001 soll den Anwender unterstützen ein Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu implementieren und umzusetzen.

In den letzten 2 Jahren fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ statt.
Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme wird vom Spiegelgremium der DIN gewünscht.

Bei der ISO/WD 45006 sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar. Die Tendenz des Spiegelgremiums ist, diese Leitlinie nicht in einen deutschen Leitfaden zu übersetzen.

Die ISO 45003 wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks”.
Die Teilnehmer aus dem deutschen Spiegelgremium haben aktiv an dieser Leitlinie / Guideline mitgewirkt. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt. Die GDA Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ und weitere Informationen in deutscher Sprache sind absolut ausreichend, um Gefährdungsbeurteilungen von psychischen Faktoren sowohl in der Arbeitswelt als auch in einem Managementsystem nach DIN ISO 45001 vollständig und passend umzusetzen.

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen.

Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems

Stellen Sie sich vor…
… Sie sind gerade dabei ein Arbeitsschutzmanagementsystem aufzubauen und stellen dann fest, dass Sie als Einzelkämpfer an Ihre Grenzen kommen.

Was Sie beachten sollten bei Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems :

  1. Einbeziehen der wichtigsten Akteure für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Nicht nur im Kompetenzteam, auch außerhalb wird Kompetenz gebraucht, um das Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGAMS) mit Leben zu füllen. So liefert das SGAMS-Kompetenzteam die Grundstruktur der Gefährdungsbeurteilung und der Beurteilung von Chancen. Führungskräfte, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte setzen sie um. In Absprache mit dem Betreibsarzt wird der Ablauf bzw. Prozess der arbeitsmedizinischen Vorsorge definiert. Die Umsetzung erfolgt über arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal bzw. den Betriebsarzt selbst.

 

Das SGAMS braucht aber noch weitere Unterstützung von Gefahrstoff-, Brandschutz- oder Datenschutzbeauftragten und weiteren Akteuren. Wenn diese Personen mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen nicht einbezogen werden, werden noch mehr Ressourcen verbraucht. Oftmals fehlt Unterstützung aufgrund von Unkenntnis – die jeweiligen Akteure sind über die Aktivitäten und ihre Unterstützungsnotwendigkeit nicht informiert. Es ist notwendig, möglichst viele Beschäftigte und Akteure von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Vorfeld einzubinden, diese über Ziele, Ablauf und Inhalte detailliert zu informieren und Unterstützung einzuholen.

 

  1. Aufbau des Systems durch Information an alle Beteiligten und Beschäftigten

Das Aufbauen der Strukturen des SGAMS sind wichtige Schritte. Parallel dazu müssen im Vorfeld, wie oben dargestellt, regelmäßig Informationen an alle Beteiligten/Beschäftigten gegeben werden, um Verständnis zu generieren, Beteiligung zu fordern, Wissen über die Existenz und die genaue Anwendungsform zu erlangen, das Lernen bzgl. des SGAMS in der Organisation zu unterstützen und das SGAMS mit Leben zu füllen.

 

Regelmäßige Informationen für die Beteiligten/Beschäftigten bezüglich der Inhalte und des Fortschritts des SGAMS sind wichtig. Es muss jedoch genau überlegt werden, welche Zielgruppe zu welchen Themen wann und in welcher Form informiert wird.

Mit IfG Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems ist sehr einfach!

Arbeitsschutzmanagementsystem

Stellen Sie sich vor… … Ihr Chef kommt zu Ihnen und teilt Ihnen mit, dass er bis nächstes Jahr ein Arbeitsschutzmanagementsystem in ihrer Organisation nach DIN ISO 45001 zertifiziert haben möchte.

Achten Sie bei der Implementierung eines Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN ISO 45001 insbesondere auf zwei Dinge:

 

Auftragsklärung

Mit der obersten Leitung ist detailliert abzuklären, wie der Auftrag genau lautet.
Gilt es, das bestehende Managementsystem eigenverantwortlich weiterzuentwickeln oder das Managementsystem neu aufzubauen?
Wer trägt die Teil- oder Hauptverantwortung?
Soll ein eigenes Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit aufgebaut werden oder im IMS (integriertes Managementsystem) integriert werden?
Es kann sich hier um unterschiedliche Aufgabenstellungen handeln. Deshalb sollte detailliert als Auftrag formuliert werden, was zu tun ist. Die Aufgabenstellung ist eng mit den notwendigen Ressourcen verknüpft.

Klärung der Ressourcen

Sowohl die zeitlichen und materiellen Ressourcen als auch die Kompetenzressourcen sind im Vorfeld genau zu bestimmen. Es ist sinnvoll, einen Puffer von 20% einzubeziehen.
Viele machen den Fehler, sich unreflektiert in die Arbeit zu stürzen. Die Akteure sind motiviert, starten und stellen bald fest, dass zum einen die Kompetenz nicht ausreicht und zum anderen viel mehr zeitliche Ressourcen notwendig wären, um weiterzukommen.

 

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Im März 2013 reichte die BSI (Brititsh Standards Institution) bei der ISO (International Organization for Standardization) einen Vorschlag zur Erarbeitung einer internationalen Arbeitsschutzmanagementnorm auf Basis der BS OHSAS 18001 ein. Im Juli 2013 wurde dieser Vorschlag von den ISO-Mitgliedern mehrheitlich angenommen. Deutschland enthielt sich zunächst, arbeitete dann aber intensiv an den Committee Drafts (CD) und den verschiedenen DIS (Draft International Standard) mit.

 

Am 12.03.2018 wurde die ISO 45001 veröffentlicht und lag einige Monate später als DIN ISO 45001 in deutscher Sprache vor. Seit dieser Zeit wird die DIN ISO 45001 mit einer dreijährigen Übergangsfrist auch nun definitiv angewendet. Der British Standard OHSAS 18001 wurde zurückgezogen. Eine Revision war für 2022 geplant, diese wird jedoch verschoben.

Aktuell arbeiten bei der ISO auch Mitglieder des deutschen Spiegelgremiums (unter anderem auch Dr. Christian Weigl) an der Überarbeitung bzw. Revision der DIN ISO 45001 mit.

 

Wir halten Sie mit weiteren Neuerungen, Informationen etc. gerne auf dem Laufenden.

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist mit IfG einfach!

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Stellungnahme des Arbeitsausschusses 175-00-02 „Management für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ des DIN-Normenausschusses Organisationsprozesse (NAOrg) zur ISO 45003:2021

Die ISO 45003:2021 „Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks” wurde im Juni 2021 veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt auf, wie das Management psychosozialer Risiken als Teil eines Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit erfolgen kann. Dazu werden u. a. psychosoziale Risiken genauer erläutert und es wird auf soziale, individuelle und arbeitsbezogene Faktoren eingegangen. Die Struktur ist an die Struktur der ISO 45001 „Occupational health and safety management systems – Requirements with guidance for use“ angelehnt, so dass die ISO 45003  in Ergänzung zur ISO 45001 angewendet werden kann.

Als internationale Norm legt die ISO 45003 insbesondere für Länder, in denen keine oder wenige Regelungen zu psychischen Belastungen bei der Arbeit vorhanden sind, eine gute Basis zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bietet sich damit besonders für international tätige Organisationen als Leitfaden an.

Es ist allerdings keine nationale Übernahme der ISO 45003 als deutsche Fassung DIN ISO 45003 geplant. Mit der DIN ISO 45001 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“, in der die Berücksichtigung psychischer Faktoren bereits behandelt wird, ist eine praxisnahe Umsetzungsmöglichkeit gegeben. Eine Chancenbetrachtung, die gerade bei den psychischen Faktoren hinsichtlich der Förderung der gesundheitlichen Ressourcen hilfreich ist, ist in der ISO 45003 nicht enthalten.

 

Für den deutschen Raum empfiehlt der Arbeitsausschuss NA 175-00-02 AA „Management für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ neben der DIN ISO 45001 die Berücksichtigung folgender Regelungen und Hilfestellungen:

 

  • In §5 Arbeitsschutzgesetz ist geregelt, dass psychische Belastungen bei der Arbeit in der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) zu berücksichtigen sind.
  • Regelungen zur Berücksichtigung psychischer Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung befinden sich in der DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention.
  • Hilfestellungen zum Umgang mit psychischen Belastungen finden sich in der GDA Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“.
  • Weitere Hilfestellungen zum Umgang mit psychischen Belastungen finden sich in zahlreichen Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger zum Thema „Psychische Belastungen – Psychische Gefährdungsbeurteilung“.
  • Unternehmen können darüber hinaus auf die BAUA Tool Box „Erfassung psychischer Belastungen“ zurückgreifen.

Darüber hinaus können auch die Empfehlungen der ISO 10075-Reihe „Ergonomic principles related to mental workload“, die als DIN EN ISO 10075-Reihe „Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung“ auf Deutsch verfügbar ist, zur Berücksichtigung psychischer Belastungen bei der Arbeit herangezogen werden.

 

Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Info Online-Seminar am 27.09.2022 an und erfahren Sie mehr. Hier geht´s zur Anmeldung.