Imagetrailer „Führung Pro“

Die Anforderungen an Führungskräfte sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen: In Zeiten von Druck, Belastung und Krise werden in Unternehmen Menschen gebraucht, die es nicht nur verstehen, stressige Situationen zu händeln, sondern dabei auch die eigene Gesundheit und die ihrer Beschäftigten im Blick zu behalten.  Wie genau funktioniert moderne, gesunde Führung und wie können konkrete Strategien im Arbeitsalltag implementiert werden?

Wir, die IfG GmbH bieten Ihnen ein erfolgreiches, modular aufgebautes Führungskräfteentwicklungsprogramm „Entwicklung gesunder Führungskompetenzen“ (EGF) an. Es spiegelt unsere Kernkompetenzen in der Personal – und Organisationsentwicklung wider und integriert auch den Arbeitsschutz als wichtigen Bestandteil der Führungsaufgabe. Durch die Gliederung in thematische Module haben unsere Kunden (m/w/d) die Freiheit, sich die Inhalte passgenau auf ihre aktuelle Unternehmenssituation zusammen zu stellen und nach individuellen Bedürfnissen zu gestalten. Neugierig geworden?

Wir freuen uns, Ihnen den brandneuen Imagetrailer zu „Führung Pro“ präsentieren zu dürfen.

 

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Stellungnahme des Arbeitsausschusses 175-00-02 „Management für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ des DIN-Normenausschusses Organisationsprozesse (NAOrg) zur ISO 45003:2021

Die ISO 45003:2021 „Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks” wurde im Juni 2021 veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt auf, wie das Management psychosozialer Risiken als Teil eines Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit erfolgen kann. Dazu werden u. a. psychosoziale Risiken genauer erläutert und es wird auf soziale, individuelle und arbeitsbezogene Faktoren eingegangen. Die Struktur ist an die Struktur der ISO 45001 „Occupational health and safety management systems – Requirements with guidance for use“ angelehnt, so dass die ISO 45003  in Ergänzung zur ISO 45001 angewendet werden kann.

Als internationale Norm legt die ISO 45003 insbesondere für Länder, in denen keine oder wenige Regelungen zu psychischen Belastungen bei der Arbeit vorhanden sind, eine gute Basis zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bietet sich damit besonders für international tätige Organisationen als Leitfaden an.

Es ist allerdings keine nationale Übernahme der ISO 45003 als deutsche Fassung DIN ISO 45003 geplant. Mit der DIN ISO 45001 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“, in der die Berücksichtigung psychischer Faktoren bereits behandelt wird, ist eine praxisnahe Umsetzungsmöglichkeit gegeben. Eine Chancenbetrachtung, die gerade bei den psychischen Faktoren hinsichtlich der Förderung der gesundheitlichen Ressourcen hilfreich ist, ist in der ISO 45003 nicht enthalten.

 

Für den deutschen Raum empfiehlt der Arbeitsausschuss NA 175-00-02 AA „Management für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ neben der DIN ISO 45001 die Berücksichtigung folgender Regelungen und Hilfestellungen:

 

  • In §5 Arbeitsschutzgesetz ist geregelt, dass psychische Belastungen bei der Arbeit in der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) zu berücksichtigen sind.
  • Regelungen zur Berücksichtigung psychischer Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung befinden sich in der DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention.
  • Hilfestellungen zum Umgang mit psychischen Belastungen finden sich in der GDA Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“.
  • Weitere Hilfestellungen zum Umgang mit psychischen Belastungen finden sich in zahlreichen Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger zum Thema „Psychische Belastungen – Psychische Gefährdungsbeurteilung“.
  • Unternehmen können darüber hinaus auf die BAUA Tool Box „Erfassung psychischer Belastungen“ zurückgreifen.

Darüber hinaus können auch die Empfehlungen der ISO 10075-Reihe „Ergonomic principles related to mental workload“, die als DIN EN ISO 10075-Reihe „Ergonomische Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung“ auf Deutsch verfügbar ist, zur Berücksichtigung psychischer Belastungen bei der Arbeit herangezogen werden.

 

Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Info Online-Seminar am 27.09.2022 an und erfahren Sie mehr. Hier geht´s zur Anmeldung.

Arbeit bei Hitze/Wärme, Verordnungen, Vorschriften

„Und wie schützt du dich vor der Sonne?“ „Ich gehe Arbeiten.“

 

Neben mechanischen, chemischen und elektrischen Gefährdungen können auch die Raumtemperatur bzw. die klimatischen Bedingungen, welche an einem Arbeitsplatz vorherrschend sind, eine Belastung für die Beschäftigten darstellen. Nicht ohne Grund ist in der Auflistung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) das Klima als einer der Gefährdungsfaktoren aufgeführt.

Insbesondere Wärme bzw. Hitze kann dabei eine erhebliche Gesundheitsgefahr für die Beschäftigten darstellen. Bei Temperaturen über 26°C kann mit Konzentrationsverlust, Leistungsabfall, Zunahme von Arbeitsfehlern, Erschöpfung, Ermüdung sowie der Zunahme von Unfällen gerechnet werden. Um derartigen Gesundheitsgefahren vorzubeugen, ist in verschiedenen Rechtsgrundlagen geregelt, ab welcher Temperatur Maßnahmen ergriffen werden sollen bzw. müssen und ab wann Räume nicht mehr als Arbeitsräume geeignet sind.

In der Arbeitsstättenverordnung heißt es: „Arbeitsräume […] müssen während der Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren und der physischen Belastungen der Beschäftigten eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur haben.“ Wann aber handelt es sich um eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur? Hinweise darauf liefern die Technischen Regeln für Arbeitsstätten, genauer gesagt die ASR A3.5. Insofern bei einer Außenlufttemperatur über +26° eine Lufttemperatur von +26°C in Arbeitsräumen überschritten wird, wird empfohlen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Gerade bei schwerer körperlicher Arbeit, besonderer Arbeits- oder Schutzbekleidung oder für gesundheitlich Vorbelastete bzw. besonders schutzbedürftige Personengruppen kann es hier zu einer Gesundheitsgefährdung kommen. Überschreitet die Lufttemperatur in Arbeitsräumen +30°C, müssen dagegen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Hierzu zählt beispielsweise Sonnenschutzeinrichtungen auch nach der Arbeitszeit geschlossen zu halten, elektrische Geräte nur bei Bedarf zu betreiben, in den Morgenstunden zu lüften, die Bekleidungsregelungen zu lockern sowie Ventilatoren zu nutzen und Trinkwasser bereitzustellen. Sollte eine Lufttemperatur von +35°C überschritten werden, so ist der Raum für die Zeit der Überschreitung und ohne geeignete Maßnahmen (z.B. Luftduschen, Entwärmungsphasen, Hitzeschutzkleidung) nicht als Arbeitsraum geeignet.

Einen Sonderfall stellen hierbei Arbeiten im Freien, wie etwa Straßenarbeiten oder Arbeiten auf Baustellen dar. In der Arbeitsstättenverordnung (Abs. 5.1 des Anhangs) ist diesbezüglich festgelegt, dass Arbeitsplätze im Freien so einzurichten sind, „dass sie von den Beschäftigten bei jeder Witterung sicher und ohne Gesundheitsgefährdung erreicht, benutzt und wieder verlassen werden können“. Der Arbeitgeber hat hier durch eine Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, welche Maßnahmen aufgrund hoher Lufttemperaturen und der Sonneneinstrahlung umzusetzen sind. Geeignete Maßnahmen könnten beispielsweise regelmäßige Pausen in geschützten Bereichen oder eine Arbeitsunterbrechung während der heißesten Stunden sein.

Auch wenn die Rechtsgrundlagen teils sehr vage hinsichtlich der Grenzwerte und einzuleitenden Maßnahmen bezüglich der Raum- bzw. Lufttemperatur während der Arbeit bleiben, ist diese Gefährdung keinesfalls zu unterschätzen oder gar zu vernachlässigen, da sich hieraus, wie bereits erwähnt, erhebliche Gesundheitsgefahren ergeben können.

Neues aus den Managementsystemen DIN ISO 45001

Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

 

 

Während sich immer mehr Unternehmen mit der Umsetzung der DIN ISO 45001 in Ihrer Organisation beschäftigen, verändert sich in den internationalen und nationalen Normungsgremien einiges. Mit Herrn Dr. Christian Weigl, der in diesen Normungsgremien arbeitet, haben wir gesprochen.

 

Folgenden Status quo möchten wir Ihnen mitteilen:

 

1. 2022 und auch 2023 wird es keine Revision der DIN ISO 45001:2018 geben. Trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

 

2. ISO/DIS 45002 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“ wurde von den internationalen Gremien bestätigt. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem soll sie übersetzt werden, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht.

 

3. Ende Juni fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Leitlinien der Leistungsbewertung“ statt. Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme in eine DIN ISO 45004 ist gewünscht.

 

4. Bei der ISO/WD 45006 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“ sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar.

 

5. Die ISO 45003 “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks” wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt.

 

Haben sie Interesse über weitere Veränderungen der Familie der DIN ISO 45001 und der Norm selbst informiert zu werden? Dann abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

 

Viele wertvolle Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage din-iso45001.org, im Buch von Herrn Dr. Christian Weigl „Praxishandbuch DIN ISO 45001 – Arbeits- und Gesundheitsschutz in Organisationen umsetzen und managen“ oder den Seminaren „Arbeitsschutzmanagementbeauftragter und interner Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001“.

 

Melden Sie sich außerdem zu unserem kostenlosen Info Online-Seminar am 27.09.2022 an und erfahren Sie mehr.

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IfG GmbH – Mit Sicherheit. Mehr Gesundheit.

Seit 32 Jahren sind wir Dienstleister im Bereich Sicherheit und Gesundheit in Organisationen. Wir haben in den letzten Jahren ein einzigartiges Produktportfolio entwickelt und decken dabei die Geschäftsfelder Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Digital Media und betriebliches Gesundheitsmanagement ab.

Die IfG steht für gleichbleibende Qualität seit über 30 Jahren, einer Kundenzufriedenheit von über 90 %, feste Kontaktpersonen und für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Im Rahmen unserer arbeitsmedizinischen und arbeitssicherheitstechnischen Betreuung bieten wir Beratungsleistung auf gesetzlicher Grundlage (DGUV Vorschrift 2 sowie Arbeitssicherheitsgesetz ASiG) und nach den Vorgaben der Unfallversicherungen. Aber auch die Gestaltung sicherer und gesunder Arbeitsplätze und Arbeitsprozesse zur Vermeidung von Verletzungen, Unfällen und arbeitsbedingter Erkrankungen stehen bei uns im Fokus.

Neben dem Thema Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin decken wir auch den Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sowie betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) ab. Immer mehr Betriebe nehmen messbare Engpässe in ihrer Leistungserstellung war, weil ihre Belegschaft den Anforderungen nicht mehr uneingeschränkt gewachsen ist. Unzufriedenheiten und steigende Fehlzeiten unter der Belegschaft sind mögliche Folgen. Antworten auf diese Phänomene sind z. B. abteilungsorientierte Workshops zur Gesundheitspotentialanalyse, Einführung von Arbeitsplatzprogrammen oder eines Fehlzeitenmanagementsystems.

Erfahrungsbericht Ausbildung Arbeitsschutzmanagementbeauftragter und interner Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001

Unsere Weiterbildung zum Arbeitsschutzmanagementbeauftragten und internen Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001 begeistert durch innovative Methoden und besteht grundsätzlich aus 3 Teilen:

  • Optionales Einführungsseminar (1 Stunde)
  • Selbstlernphase (ca. 20 Stunden / Online-Lernplattform in Kombination mit dem Praxishandbuch)
  • Seminar inklusive Prüfung (6 Stunden)

 

Hier der Erfahrungsbericht eines Teilnehmenden unserer Ausbildung:

Besonders gut gefallen hat mir die überwiegend papierlose Lernphase. Das Lernmaterial wurde mit Hilfe der online Lernplattform sehr gut vermittelt. Durch diese Plattform konnte der zeitliche Aufwand enorm verringert werden, da das meist lästige Seiten finden in Büchern oder Heftern durch die übersichtliche Darstellung der Lerninhalte weggefallen ist. Zudem wurden die Inhalte der Selbstlernphase durch diverse Audiodateien ergänzt, was das Lernerlebnis meiner Meinung nach sehr angenehm gestaltet hat. Neben der zur Verfügung gestellten Lernplattform bekommt man außerdem das „Praxishandbuch zur DIN ISO 45001“, welches von Herrn Dr. Christian Weigl, dem Referenten der Ausbildung persönlich verfasst wurde, zugeschickt. Durch das Praxishandbuch wurden weitere genaue Einblicke in die Tätigkeiten eines Arbeitsschutzmanagementbeauftragten gegeben. Auch die Zwischentest auf der Online-Plattform waren hilfreich, um einerseits seinen Lernfortschritt selbst zu kontrollieren und um andererseits auf die Fragen in der Prüfung vorbereitet zu werden.

Am eigentlichen Seminartag fand ich die Seminaraufgliederung sehr nützlich. Vormittags konnten Fragen zur Prüfung, welche gegen Mittag stattgefunden hat, nochmals mit Herrn Dr. Weigl besprochen werden und die Gruppenarbeiten am Nachmittag waren wichtig, um auch in die Praxis zu kommen und das Erlernte umsetzen zu können.

 

Hier die Termine der kommenden Veranstaltungen:

Auswertung Umfrage: Zusammenhang BGM und ISO 45001

Auswertung der Umfrage des Zusammenhangs von BGM (betriebliches Gesundheitsmanagement), rechtlichen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der DIN ISO 45001 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit)

 

Vielfach erscheinen die Organisationsstrukturen und Themenfelder des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung vom Arbeitsschutz gedanklich weit entfernt.

 

In unserem Artikel „Der Zusammenhang von BGM, rechtlichen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz und der DIN ISO 45001“ konnten Sie erkennen, dass in vielen klassischen Arbeitsschutz-Regularien BGM-Anforderungen enthalten sind. Die Frage, ob im Arbeitsschutz BGM steckt, konnte also mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden.

 

Die Frage, ob denn auch Inhalte der DIN ISO 45001 BGM-Strukturen und BGM-Thematiken beinhalten, konnte ebenfalls mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden.

Denn BGM kann durch die Orientierung an den Anforderungen der DIN ISO 45001, genauso wie der klassische Arbeitsschutz noch strukturierter gestaltet werden.

 

Nun stellen sich jedoch die Fragen:

  • Warum aber orientieren sich zu wenig BGM-Verantwortliche zumindest an den Arbeitsschutzregularien?
  • Warum arbeiten Arbeitsschützer und BGM-Verantwortliche zu wenig zusammen?
  • Und warum kennen und nutzen BGM-Verantwortliche die Anforderungen der DIN ISO 45001 nicht für ihre tägliche Praxis?

Genau hierzu haben wir eine Umfrage gestartet. Über die Ergebnisse möchten wir Sie nun im weiteren Verlauf genauer informieren.

 

 

In Welcher Branche sind Sie tätig?

In Welcher Branche sind Sie tätig? Diagramm

 

 

Sind Sie der Meinung, dass BGM und Arbeitsschutz zusammengehören?

Sind Sie der Meinung, dass BGM und Arbeitsschutz zusammengehören? Diagramm

 

Warum orientieren sich Ihrer Meinung nach zu wenig BGM-Verantwortliche zumindest an den Arbeitsschutzregularien?

 

Ein großer und häufig genannter Punkt, warum sich Ihrer Meinung nach zu wenig BGM-Verantwortliche an den Arbeitsschutzregularien orientieren ist die Unkenntnis der Thematik, aufgrund von ungeschultem Personal. Hier sind die Punkte „fehlendes Wissen, fehlende Erkenntnis der eigentlichen Wichtigkeit und Tragweite sowie Desinteresse“ gefallen.

Außerdem finden BGM-Maßnahmen laut den Befragten oftmals nur temporär statt oder werden eher zur Teambildung genutzt.

Das Thema Arbeitsschutz wird mit den vielen Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften im Allgemeinen als zu umfangreich und trocken angesehen, weshalb sich viele BGM-Verantwortliche nicht an den Arbeitsschutzregularien orientieren.

 

Warum arbeiten Ihrer Meinung nach Arbeitsschützer und BGM-Verantwortliche zu wenig zusammen?

 

„Unkenntnis aufgrund von ungeschultem Personal“ wurde auch hier bei einem Großteil der Probanden als Antwort angegeben.

Zusätzlich ist der Umfrage zu entnehmen, dass oftmals die Synergie-Effekte nicht betrachtet werden.

Ein Grund der geringen Zusammenarbeit beruht Ihrer Meinung nach ebenso auf dem fehlenden Informationsaustausch, fehlender Zeit oder dem fehlenden Verständnis beider Parteien füreinander.

 

Warum kennen oder nutzen Ihrer Meinung nach BGM-Verantwortliche die Anforderungen der DIN ISO 45001 nicht für Ihre tägliche Praxis?

 

Auch bei dieser Frage, spielt der Grund „Unkenntnis aufgrund von ungeschultem Personal“ eine große Rolle.

Viele finden hierbei, dass während der BGM-Ausbildung die DIN ISO 45001 unzureichend behandelt werden und das ganze aktuell noch zu praxisfremd ist.

Ebenfalls wird ein unzureichendes / mangelndes Verständnis des Normgremiums bzgl. des HLS (High Level Structure) angegeben sowie eine unzureichende Informationserbringung durch die BG.

 

Wie könnte eine Verknüpfung von BGM und dem Arbeitsschutz / DIN ISO 45001 Ihrer Meinung nach verbessert werden?

 

Als Verbesserungsvorschlag wurde unter anderem genannt, dass Unternehmer nur geschultes Personal – qualifizierte Gesundheitsmanager mit Ausbildung oder Studium – anstellen sollen.

Zusätzlich wäre eine Änderung des Ausbildungsprogramms denkbar. Hierbei sollten Gesundheitsmanager die Grundlagen der Arbeitsschützer kennenlernen und andersherum.

Weitere Vorschläge sind die Einführung stärkerer Vorschriften und Normen im BGM sowie die Abänderung der DIN ISO 45001 um sie praktischer und nützlicher für den betrieblichen Alltag zu gestalten.

Zudem sollte die Kommunikation und der Informationsaustausch zwischen Arbeitsschützern und BGM-Verantwortlichen verbessert werden.

 

Vielen Dank an alle, die mitgemacht und die Fragen beantwortet  haben.

 

Wir sind auch der Meinung, dass er daran liegen kann, dass die Akteure von unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen entstammen und damit ein unterschiedliches Mindset zu den Themen haben. Des Weiteren werden sie in der betrieblichen Organisation oftmals unterschiedlichen Einheiten zugeordnet und agieren aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Grundlagen und Fördermöglichkeiten. Somit wird eine Trennung vollzogen, die thematisch eigentlich nicht existent ist und auch rechtlich nicht gewollt.

Es gibt also definitiv Optimierungsbedarf, sodass in Zukunft BGM und der Arbeitsschutz auch in der Praxis besser verknüpft werden.

 

Eine Möglichkeit finden Sie hier bei uns, in der Ausbildung zum/zur betrieblichen Gesundheitsmanager*in kombiniert mit dem/der internen Auditor*in nach DIN ISO 45001