Arbeitsunfälle Trauma

Arbeitsunfälle beziehen sich nicht immer nur auf die physische Gesundheit der Beschäftigten, auch psychische Störungen beispielsweise nach einem Trauma sind hier inbegriffen.

Psychische Störungen können beispielsweise durch Gewalt, Aggression oder Beleidigung am Arbeitsplatz durch Kundschaft oder Teammitglieder ausgelöst werden. Aber auch, wenn die betroffene Person Zeuge eines Unfalls wurde oder Erste-Hilfe leisten musste.

Auch wir, die IfG GmbH beschäftigen uns aktuell im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements mit einem Fall von psychischen Störungen.

In diesem speziellen Fall musste eine Pflegekraft den Suizidversuch einer behandelnden Person miterleben. Während die Fachkraft versucht hat, den Patienten beim Versuch aus dem

Fenster zu springen, aufzuhalten, zog sich die Pflegekraft neben leichten körperlichen Verletzungen, welche bereits verheilt sind, auch ein Trauma zu.

Um diese Extremsituation verarbeiten zu können, wurde das Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Anspruch genommen.

Dieses Verfahren wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um eine schnelle Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten. Bis heute werden hierdurch Maßstäbe im deutschen Gesundheitswesen gesetzt.

Durch die schnelle Hilfe sollen chronische Leiden verhindert und die berufliche und soziale Teilhabe des Betroffenen gesichert werden.

Die gesetzliche Unfallversicherung greift beim Psychotherapeutenverfahren auf ein Netzwerk aus rund 800 Psychotherapeut/innen mit besonderen Kenntnissen in der Traumabewältigung zurück.

Innerhalb einer Woche kann den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Durch die frühzeitige und intensive Hilfe reichen bei einem Großteil der Fälle bereits fünf probatorische Sitzungen. Nur bei etwa elf Prozent handelt es sich um Langzeitfälle mit mehr als 30 Behandlungseinheiten.

Mit diesem Angebot hat die DGUV ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Gesundheitswesen. Indem das Netzwerk ständig gestärkt und erweitert wird, soll dieser Standard auch während des weiterhin steigenden Bedarfs gewährleistet werden. Auch sollen Videotherapien etabliert werden, um so auch ländlichere Regionen bestens abdecken zu können.

Dass Betroffene sowohl sozial als auch beruflich vollkommen am Leben teilhaben können, ist es von immenser Bedeutung in eine frühe und intensive Therapie zu investieren.

Hinweis zu BEM Aufbauseminar

ESG Rating und die DIN ISO 45001

ESG-Kriterien gewinnen vor allem für international agierende Unternehmen deutlich an Bedeutung. Environment (Umwelt), Social (Soziale Standards), Government (Führung) sind die Oberbegriffe, die für ESG stehen und nach welchen ein Rating durchgeführt werden kann.
Diese Ratings werden von unterschiedlichen Ratingagenturen umgesetzt, z. B. MSCI, S6P Global oder ISS ESG, auch nationale Rating Agenturen beschäftigen sich schon mit diesen Themen.
Für ihre Einschätzungen nutzen sie eine hohe Anzahl von Kriterien, die wiederum in Indikatoren zusammengefasst sind.
Beispiele dieser Indikatoren sind für:

  • Umwelt: Klima, Ressourcenverbrauch, …
  • Soziale Faktoren: Sicherheit, Gesundheit, Entwicklung von Humankapital, Mitarbeiterzufriedenheit
  • Führung: Compliance und Korruption

Vor allen die Kriterien Sicherheit und Gesundheit sowie Compliance werden mit einer möglichen Einführung und einer Zertifizierung nach DIN ISO 45001 in hervorragender Weise im Rating berücksichtigt und positiv bewertet.
DIN ISO 45001 stellt somit eine mögliche Grundlage dar, im ESG-Rating weit oben zu stehen.
Welche Kriterien auch bei einer Zertifizierung nach DIN ISO 45001 positiv bewertet werden, finden sie in der abschließenden Tabelle, auch in Beziehung mit den jeweiligen Kapiteln der DIN ISO 45001.

Tabelle ISO45001

 

Wie Sie eine Zertifizierung nach DIN ISO 45001 angehen können, erfahren Sie in meinem „Praxishandbuch DIN ISO 45001“
Praxishandbuch DIN ISO 45001 (din-iso45001.org)
und unserer Ausbildung zum Arbeitsschutzmanagementbeauftragten inkl. internen Auditor nach DIN ISO 45001.
Arbeitsschutzmanagementbeauftragter inklusive interner Auditor nach DIN ISO 45001 – IfG Sicherheit + Gesundheit. (gesundheitsmanagement.com)

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen.

Neues aus der Familie der DIN ISO 45001

Für die DIN ISO 45001:2018 wird es 2022 und auch 2023 keine Revision geben, trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien und die internationalen Spiegelgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen.

Die ISO/DIS 45002 wurde von den internationalen Gremien bestätigt. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem wird das Spiegelgremium die ISO 45002 übersetzen, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht. Diese allgemeinen Leitlinien zur DIN ISO 45001 soll den Anwender unterstützen ein Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu implementieren und umzusetzen.

In den letzten 2 Jahren fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ statt.
Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme wird vom Spiegelgremium der DIN gewünscht.

Bei der ISO/WD 45006 sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar. Die Tendenz des Spiegelgremiums ist, diese Leitlinie nicht in einen deutschen Leitfaden zu übersetzen.

Die ISO 45003 wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks”.
Die Teilnehmer aus dem deutschen Spiegelgremium haben aktiv an dieser Leitlinie / Guideline mitgewirkt. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt. Die GDA Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ und weitere Informationen in deutscher Sprache sind absolut ausreichend, um Gefährdungsbeurteilungen von psychischen Faktoren sowohl in der Arbeitswelt als auch in einem Managementsystem nach DIN ISO 45001 vollständig und passend umzusetzen.

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen.

Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems

Stellen Sie sich vor…
… Sie sind gerade dabei ein Arbeitsschutzmanagementsystem aufzubauen und stellen dann fest, dass Sie als Einzelkämpfer an Ihre Grenzen kommen.

Was Sie beachten sollten bei Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems :

  1. Einbeziehen der wichtigsten Akteure für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Nicht nur im Kompetenzteam, auch außerhalb wird Kompetenz gebraucht, um das Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGAMS) mit Leben zu füllen. So liefert das SGAMS-Kompetenzteam die Grundstruktur der Gefährdungsbeurteilung und der Beurteilung von Chancen. Führungskräfte, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte setzen sie um. In Absprache mit dem Betreibsarzt wird der Ablauf bzw. Prozess der arbeitsmedizinischen Vorsorge definiert. Die Umsetzung erfolgt über arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal bzw. den Betriebsarzt selbst.

 

Das SGAMS braucht aber noch weitere Unterstützung von Gefahrstoff-, Brandschutz- oder Datenschutzbeauftragten und weiteren Akteuren. Wenn diese Personen mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen nicht einbezogen werden, werden noch mehr Ressourcen verbraucht. Oftmals fehlt Unterstützung aufgrund von Unkenntnis – die jeweiligen Akteure sind über die Aktivitäten und ihre Unterstützungsnotwendigkeit nicht informiert. Es ist notwendig, möglichst viele Beschäftigte und Akteure von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Vorfeld einzubinden, diese über Ziele, Ablauf und Inhalte detailliert zu informieren und Unterstützung einzuholen.

 

  1. Aufbau des Systems durch Information an alle Beteiligten und Beschäftigten

Das Aufbauen der Strukturen des SGAMS sind wichtige Schritte. Parallel dazu müssen im Vorfeld, wie oben dargestellt, regelmäßig Informationen an alle Beteiligten/Beschäftigten gegeben werden, um Verständnis zu generieren, Beteiligung zu fordern, Wissen über die Existenz und die genaue Anwendungsform zu erlangen, das Lernen bzgl. des SGAMS in der Organisation zu unterstützen und das SGAMS mit Leben zu füllen.

 

Regelmäßige Informationen für die Beteiligten/Beschäftigten bezüglich der Inhalte und des Fortschritts des SGAMS sind wichtig. Es muss jedoch genau überlegt werden, welche Zielgruppe zu welchen Themen wann und in welcher Form informiert wird.

Mit IfG Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems ist sehr einfach!

Arbeitsschutzmanagementsystem

Stellen Sie sich vor… … Ihr Chef kommt zu Ihnen und teilt Ihnen mit, dass er bis nächstes Jahr ein Arbeitsschutzmanagementsystem in ihrer Organisation nach DIN ISO 45001 zertifiziert haben möchte.

Achten Sie bei der Implementierung eines Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN ISO 45001 insbesondere auf zwei Dinge:

 

Auftragsklärung

Mit der obersten Leitung ist detailliert abzuklären, wie der Auftrag genau lautet.
Gilt es, das bestehende Managementsystem eigenverantwortlich weiterzuentwickeln oder das Managementsystem neu aufzubauen?
Wer trägt die Teil- oder Hauptverantwortung?
Soll ein eigenes Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit aufgebaut werden oder im IMS (integriertes Managementsystem) integriert werden?
Es kann sich hier um unterschiedliche Aufgabenstellungen handeln. Deshalb sollte detailliert als Auftrag formuliert werden, was zu tun ist. Die Aufgabenstellung ist eng mit den notwendigen Ressourcen verknüpft.

Klärung der Ressourcen

Sowohl die zeitlichen und materiellen Ressourcen als auch die Kompetenzressourcen sind im Vorfeld genau zu bestimmen. Es ist sinnvoll, einen Puffer von 20% einzubeziehen.
Viele machen den Fehler, sich unreflektiert in die Arbeit zu stürzen. Die Akteure sind motiviert, starten und stellen bald fest, dass zum einen die Kompetenz nicht ausreicht und zum anderen viel mehr zeitliche Ressourcen notwendig wären, um weiterzukommen.

 

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Im März 2013 reichte die BSI (Brititsh Standards Institution) bei der ISO (International Organization for Standardization) einen Vorschlag zur Erarbeitung einer internationalen Arbeitsschutzmanagementnorm auf Basis der BS OHSAS 18001 ein. Im Juli 2013 wurde dieser Vorschlag von den ISO-Mitgliedern mehrheitlich angenommen. Deutschland enthielt sich zunächst, arbeitete dann aber intensiv an den Committee Drafts (CD) und den verschiedenen DIS (Draft International Standard) mit.

 

Am 12.03.2018 wurde die ISO 45001 veröffentlicht und lag einige Monate später als DIN ISO 45001 in deutscher Sprache vor. Seit dieser Zeit wird die DIN ISO 45001 mit einer dreijährigen Übergangsfrist auch nun definitiv angewendet. Der British Standard OHSAS 18001 wurde zurückgezogen. Eine Revision war für 2022 geplant, diese wird jedoch verschoben.

Aktuell arbeiten bei der ISO auch Mitglieder des deutschen Spiegelgremiums (unter anderem auch Dr. Christian Weigl) an der Überarbeitung bzw. Revision der DIN ISO 45001 mit.

 

Wir halten Sie mit weiteren Neuerungen, Informationen etc. gerne auf dem Laufenden.

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist mit IfG einfach!

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen

Neues aus den Managementsystemen DIN ISO 45001

Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

 

 

Während sich immer mehr Unternehmen mit der Umsetzung der DIN ISO 45001 in Ihrer Organisation beschäftigen, verändert sich in den internationalen und nationalen Normungsgremien einiges. Mit Herrn Dr. Christian Weigl, der in diesen Normungsgremien arbeitet, haben wir gesprochen.

 

Folgenden Status quo möchten wir Ihnen mitteilen:

 

1. 2022 und auch 2023 wird es keine Revision der DIN ISO 45001:2018 geben. Trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

 

2. ISO/DIS 45002 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“ wurde von den internationalen Gremien bestätigt. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem soll sie übersetzt werden, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht.

 

3. Ende Juni fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Leitlinien der Leistungsbewertung“ statt. Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme in eine DIN ISO 45004 ist gewünscht.

 

4. Bei der ISO/WD 45006 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“ sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar.

 

5. Die ISO 45003 “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks” wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt.

 

Haben sie Interesse über weitere Veränderungen der Familie der DIN ISO 45001 und der Norm selbst informiert zu werden? Dann abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

 

Viele wertvolle Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage din-iso45001.org, im Buch von Herrn Dr. Christian Weigl „Praxishandbuch DIN ISO 45001 – Arbeits- und Gesundheitsschutz in Organisationen umsetzen und managen“ oder den Seminaren „Arbeitsschutzmanagementbeauftragter und interner Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001“.

 

Melden Sie sich außerdem zu unserem kostenlosen Info Online-Seminar am 27.09.2022 an und erfahren Sie mehr.

Hier geht´s zur Anmeldung.

Erfahrungsbericht Ausbildung Arbeitsschutzmanagementbeauftragter und interner Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001

Unsere Weiterbildung zum Arbeitsschutzmanagementbeauftragten und internen Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001 begeistert durch innovative Methoden und besteht grundsätzlich aus 3 Teilen:

  • Optionales Einführungsseminar (1 Stunde)
  • Selbstlernphase (ca. 20 Stunden / Online-Lernplattform in Kombination mit dem Praxishandbuch)
  • Seminar inklusive Prüfung (6 Stunden)

 

Hier der Erfahrungsbericht eines Teilnehmenden unserer Ausbildung:

Besonders gut gefallen hat mir die überwiegend papierlose Lernphase. Das Lernmaterial wurde mit Hilfe der online Lernplattform sehr gut vermittelt. Durch diese Plattform konnte der zeitliche Aufwand enorm verringert werden, da das meist lästige Seiten finden in Büchern oder Heftern durch die übersichtliche Darstellung der Lerninhalte weggefallen ist. Zudem wurden die Inhalte der Selbstlernphase durch diverse Audiodateien ergänzt, was das Lernerlebnis meiner Meinung nach sehr angenehm gestaltet hat. Neben der zur Verfügung gestellten Lernplattform bekommt man außerdem das „Praxishandbuch zur DIN ISO 45001“, welches von Herrn Dr. Christian Weigl, dem Referenten der Ausbildung persönlich verfasst wurde, zugeschickt. Durch das Praxishandbuch wurden weitere genaue Einblicke in die Tätigkeiten eines Arbeitsschutzmanagementbeauftragten gegeben. Auch die Zwischentest auf der Online-Plattform waren hilfreich, um einerseits seinen Lernfortschritt selbst zu kontrollieren und um andererseits auf die Fragen in der Prüfung vorbereitet zu werden.

Am eigentlichen Seminartag fand ich die Seminaraufgliederung sehr nützlich. Vormittags konnten Fragen zur Prüfung, welche gegen Mittag stattgefunden hat, nochmals mit Herrn Dr. Weigl besprochen werden und die Gruppenarbeiten am Nachmittag waren wichtig, um auch in die Praxis zu kommen und das Erlernte umsetzen zu können.

 

Hier die Termine der kommenden Veranstaltungen:

MIAS Bestandsanalyse

Mit der Software „MIAS® System – Controlling von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit überschaubarem Aufwand eine digitale Bestandsanalyse Ihres Arbeitsschutzes durchzuführen.

Weitere Ziele hierbei sind das Prüfen der Rechtskonformität, die Ermittlung von Defiziten sowie die Erstellung der Planungsgrundlage für die Zukunft.

 

Der Ablauf der Bestandsanalyse stellt sich wie folgt dar:

In einem ersten Schritt sichten Sie zusammen mit einem Experten der IfG ihre Dokumente digital und punktuell. Im Anschluss erfolgt die Festlegung des Analysebereichs sowie die Selbstanalyse mit Hilfe einer Rating Checkliste. Sobald dies selbstständig durchgeführt wurde, werden Unklarheiten jedes Analysebereichs mit Ihrem Ansprechpartner bei IfG in einem weiteren digitalen Termin geklärt. Zum Schluss werden die Ergebnisse aufbereitet und das weitere Vorgehen in einer Abschlussbesprechung abgestimmt.

 

Die Bestandsanalyse kann von Unternehmen jeder Branche und unabhängig von der Art der Durchführung des Arbeitsschutzes genutzt werden, um den IST-Stand Ihres Arbeitsschutzes zu prüfen.

 

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Notwendiger Perspektivenwechsel für Arbeitsschutzakteure

Aufgrund der aktuell überall erkennbaren Veränderungen der Arbeitswelt durch die SARS-CoV-2-Pandemie, insbesondere der zunehmenden Verschiebung der Tätigkeit ins Homeoffice, verlagern sich die Gefahren und Herausforderungen bei der Arbeit – und damit sollten auch das Handlungsfeld und der Fokus der installierten Arbeitsschutzakteure dies tun.

Es treten neue, teilweise noch nicht wahrnehmbare, Gefahren im neuen Arbeitsalltag der Belegung in den Vordergrund, die sich aus der veränderten Arbeitsorganisation ergeben: Wo vorher ein höhenverstellbarer Stuhl und Tisch flächendeckend allen Mitarbeitern zur Verfügung stand, wissen viele Führungskräfte zum aktuellen Zeitpunkt nicht einmal, ob die Mitarbeiter bei der mobilen Arbeit aus dem Homeoffice einen Büroraum zur Verfügung haben oder von einem Barhocker am Esstisch aus arbeiten müssen. Während die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen noch eine negative Beeinträchtigung durch die Störung bei der Arbeit von Kolleg*innen ergeben hat, sind viele Mitarbeiter nun einer sozialen Isolation ausgesetzt – und wo Themen nicht vorankamen, weil ab 15:30 Uhr keine Beschäftigten mehr erreichbar waren, erhält man mittlerweile teilweise E-Mails jenseits der Primetime.

 

So viele Vorteile mobiles Arbeiten im Homeoffice auch mit sich bringt, dürfen die sich daraus ergebenden Gefährdungen nicht vernachlässigt werden – auch wenn diese häufig von den Mitarbeitern in Kauf genommen oder gar nicht wahrgenommen werden . Deshalb verschieben sich die Anforderungen an die Arbeitsschutzakteure und Führungskräfte, Sicherheitsbeauftragte, Betriebsärzte oder Fachkräfte für Arbeitssicherheit sollten den Blickwinkel wechseln. Dabei müssen vor allem auch die Gefährdungen beachten werden, die teilweise nur unterschwellig oder mit einem guten zwischenmenschlichen Gefühl wahrgenommen werden können, um Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten in der veränderten Arbeitswelt weiterhin sicherzustellen.

 

Wichtig ist dabei auch, die bereits bestehenden Strukturen und Prioritäten des Arbeitsschutzes zu hinterfragen und mit der veränderten Arbeitssituation im Kopf kritisch zu prüfen. Während beispielsweise eine Arbeitszeiterfassung Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz einfach offenlegt, kann die Verschmelzung des privaten und beruflichen Alltags schnell zu einer Verletzung der vorgeschriebenen Ruhezeit führen. Wenn vorher die größten Gefährdungen für die Belegschaft in Gefahrstoffen oder Mängeln in Flucht- und Rettungswegen und der Brandschutzorganisation bestanden, sind diese vielleicht nicht weniger gefährlich geworden, könnten aber dennoch anders priorisiert werden. Der Grund ist, dass die Arbeitnehmer diesen schlichtweg in einer deutlich geringeren Häufigkeit ausgesetzt sind.

 

Mit ergonomischen und organisatorischen Gefährdungen verhält es sich in umgekehrter Richtung. Während diese Themen häufig wenig Gefahrenpotenzial bei der Arbeit im Betrieb aufwiesen, können Sie jetzt einen Hauptaspekt der Gefährdungsbeurteilung ausmachen. Um aus Arbeitsschutzsicht angemessen auf die aktuelle Situation reagieren zu können, hilft ein konsequenter Abgleich der aufgestellten Arbeitsschutzorganisation im Betrieb mit den rechtlichen Anforderungen, beispielsweise mit der von der IfG GmbH entwickelten MIAS-Compliance-Analyse.

 

Nebst der Überprüfung der Arbeitsschutzorganisation muss auch eine Kompetenzentwicklung bei den Akteuren stattfinden. „Wie kann ich unter den neuen Bedingungen weiterhin einen Beitrag zur Einhaltung des Arbeitsschutzes leisten?“ oder „Auf welche Anzeichen sollte ich beim Umgang mit Kolleg*innen achten?“ sind kritische und gute Fragen in dieser Hinsicht. Erst wer die neuen Herausforderungen und die dazugehörigen Lösungen kennt, kann adäquate Maßnahmen ergreifen und seinem betrieblichen Umfeld einen Mehrwert bringen.

 

Um Ihnen den Perspektivenwechsel zu erleichtern, bieten wir Impuls-Workshops zum Thema „Perspektivenwechsel für Arbeitsschutzakteure – Gesundheit auch im Homeoffice erhalten“ im Umfang von zwei Stunden an, in denen wir Ihnen elementares Wissen über Ergonomie und psychische Gesundheit mitgeben und gemeinsam mit Ihnen Lösungswege entwickeln dieses Wissen zu nutzen, um ein gesundheitsgerechtes Arbeiten der Mitarbeiter um Sie herum sicherzustellen – egal ob als Führungskraft, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Arbeitsmediziner*in, Sicherheitsbeauftragte*r oder aufmerksame*r Mitarbeiter*in. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.