Arbeitsunfälle Trauma

Arbeitsunfälle beziehen sich nicht immer nur auf die physische Gesundheit der Beschäftigten, auch psychische Störungen beispielsweise nach einem Trauma sind hier inbegriffen.

Psychische Störungen können beispielsweise durch Gewalt, Aggression oder Beleidigung am Arbeitsplatz durch Kundschaft oder Teammitglieder ausgelöst werden. Aber auch, wenn die betroffene Person Zeuge eines Unfalls wurde oder Erste-Hilfe leisten musste.

Auch wir, die IfG GmbH beschäftigen uns aktuell im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements mit einem Fall von psychischen Störungen.

In diesem speziellen Fall musste eine Pflegekraft den Suizidversuch einer behandelnden Person miterleben. Während die Fachkraft versucht hat, den Patienten beim Versuch aus dem

Fenster zu springen, aufzuhalten, zog sich die Pflegekraft neben leichten körperlichen Verletzungen, welche bereits verheilt sind, auch ein Trauma zu.

Um diese Extremsituation verarbeiten zu können, wurde das Psychotherapeutenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in Anspruch genommen.

Dieses Verfahren wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um eine schnelle Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten. Bis heute werden hierdurch Maßstäbe im deutschen Gesundheitswesen gesetzt.

Durch die schnelle Hilfe sollen chronische Leiden verhindert und die berufliche und soziale Teilhabe des Betroffenen gesichert werden.

Die gesetzliche Unfallversicherung greift beim Psychotherapeutenverfahren auf ein Netzwerk aus rund 800 Psychotherapeut/innen mit besonderen Kenntnissen in der Traumabewältigung zurück.

Innerhalb einer Woche kann den Betroffenen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Durch die frühzeitige und intensive Hilfe reichen bei einem Großteil der Fälle bereits fünf probatorische Sitzungen. Nur bei etwa elf Prozent handelt es sich um Langzeitfälle mit mehr als 30 Behandlungseinheiten.

Mit diesem Angebot hat die DGUV ein Alleinstellungsmerkmal im deutschen Gesundheitswesen. Indem das Netzwerk ständig gestärkt und erweitert wird, soll dieser Standard auch während des weiterhin steigenden Bedarfs gewährleistet werden. Auch sollen Videotherapien etabliert werden, um so auch ländlichere Regionen bestens abdecken zu können.

Dass Betroffene sowohl sozial als auch beruflich vollkommen am Leben teilhaben können, ist es von immenser Bedeutung in eine frühe und intensive Therapie zu investieren.

Hinweis zu BEM Aufbauseminar

Neues aus der Familie der DIN ISO 45001

Für die DIN ISO 45001:2018 wird es 2022 und auch 2023 keine Revision geben, trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien und die internationalen Spiegelgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen.

Die ISO/DIS 45002 wurde von den internationalen Gremien bestätigt. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem wird das Spiegelgremium die ISO 45002 übersetzen, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht. Diese allgemeinen Leitlinien zur DIN ISO 45001 soll den Anwender unterstützen ein Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu implementieren und umzusetzen.

In den letzten 2 Jahren fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ statt.
Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme wird vom Spiegelgremium der DIN gewünscht.

Bei der ISO/WD 45006 sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar. Die Tendenz des Spiegelgremiums ist, diese Leitlinie nicht in einen deutschen Leitfaden zu übersetzen.

Die ISO 45003 wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks”.
Die Teilnehmer aus dem deutschen Spiegelgremium haben aktiv an dieser Leitlinie / Guideline mitgewirkt. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt. Die GDA Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ und weitere Informationen in deutscher Sprache sind absolut ausreichend, um Gefährdungsbeurteilungen von psychischen Faktoren sowohl in der Arbeitswelt als auch in einem Managementsystem nach DIN ISO 45001 vollständig und passend umzusetzen.

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen.

Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems

Stellen Sie sich vor…
… Sie sind gerade dabei ein Arbeitsschutzmanagementsystem aufzubauen und stellen dann fest, dass Sie als Einzelkämpfer an Ihre Grenzen kommen.

Was Sie beachten sollten bei Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems :

  1. Einbeziehen der wichtigsten Akteure für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Nicht nur im Kompetenzteam, auch außerhalb wird Kompetenz gebraucht, um das Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGAMS) mit Leben zu füllen. So liefert das SGAMS-Kompetenzteam die Grundstruktur der Gefährdungsbeurteilung und der Beurteilung von Chancen. Führungskräfte, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte setzen sie um. In Absprache mit dem Betreibsarzt wird der Ablauf bzw. Prozess der arbeitsmedizinischen Vorsorge definiert. Die Umsetzung erfolgt über arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal bzw. den Betriebsarzt selbst.

 

Das SGAMS braucht aber noch weitere Unterstützung von Gefahrstoff-, Brandschutz- oder Datenschutzbeauftragten und weiteren Akteuren. Wenn diese Personen mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen nicht einbezogen werden, werden noch mehr Ressourcen verbraucht. Oftmals fehlt Unterstützung aufgrund von Unkenntnis – die jeweiligen Akteure sind über die Aktivitäten und ihre Unterstützungsnotwendigkeit nicht informiert. Es ist notwendig, möglichst viele Beschäftigte und Akteure von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Vorfeld einzubinden, diese über Ziele, Ablauf und Inhalte detailliert zu informieren und Unterstützung einzuholen.

 

  1. Aufbau des Systems durch Information an alle Beteiligten und Beschäftigten

Das Aufbauen der Strukturen des SGAMS sind wichtige Schritte. Parallel dazu müssen im Vorfeld, wie oben dargestellt, regelmäßig Informationen an alle Beteiligten/Beschäftigten gegeben werden, um Verständnis zu generieren, Beteiligung zu fordern, Wissen über die Existenz und die genaue Anwendungsform zu erlangen, das Lernen bzgl. des SGAMS in der Organisation zu unterstützen und das SGAMS mit Leben zu füllen.

 

Regelmäßige Informationen für die Beteiligten/Beschäftigten bezüglich der Inhalte und des Fortschritts des SGAMS sind wichtig. Es muss jedoch genau überlegt werden, welche Zielgruppe zu welchen Themen wann und in welcher Form informiert wird.

Mit IfG Aufbau des Arbeitsschutzmanagementsystems ist sehr einfach!

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Im März 2013 reichte die BSI (Brititsh Standards Institution) bei der ISO (International Organization for Standardization) einen Vorschlag zur Erarbeitung einer internationalen Arbeitsschutzmanagementnorm auf Basis der BS OHSAS 18001 ein. Im Juli 2013 wurde dieser Vorschlag von den ISO-Mitgliedern mehrheitlich angenommen. Deutschland enthielt sich zunächst, arbeitete dann aber intensiv an den Committee Drafts (CD) und den verschiedenen DIS (Draft International Standard) mit.

 

Am 12.03.2018 wurde die ISO 45001 veröffentlicht und lag einige Monate später als DIN ISO 45001 in deutscher Sprache vor. Seit dieser Zeit wird die DIN ISO 45001 mit einer dreijährigen Übergangsfrist auch nun definitiv angewendet. Der British Standard OHSAS 18001 wurde zurückgezogen. Eine Revision war für 2022 geplant, diese wird jedoch verschoben.

Aktuell arbeiten bei der ISO auch Mitglieder des deutschen Spiegelgremiums (unter anderem auch Dr. Christian Weigl) an der Überarbeitung bzw. Revision der DIN ISO 45001 mit.

 

Wir halten Sie mit weiteren Neuerungen, Informationen etc. gerne auf dem Laufenden.

Die Weiterentwicklung der DIN ISO 45001 Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ist mit IfG einfach!

Nutzen sie auch unsere Seminare zu den Themen

Neues aus den Managementsystemen DIN ISO 45001

Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

 

 

Während sich immer mehr Unternehmen mit der Umsetzung der DIN ISO 45001 in Ihrer Organisation beschäftigen, verändert sich in den internationalen und nationalen Normungsgremien einiges. Mit Herrn Dr. Christian Weigl, der in diesen Normungsgremien arbeitet, haben wir gesprochen.

 

Folgenden Status quo möchten wir Ihnen mitteilen:

 

1. 2022 und auch 2023 wird es keine Revision der DIN ISO 45001:2018 geben. Trotzdem beschäftigen sich schon jetzt die Normungsgremien mit Verbesserungen und Überarbeitungen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

 

2. ISO/DIS 45002 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Allgemeine Leitlinie für die Implementierung von ISO 45001:2018“ wurde von den internationalen Gremien bestätigt. Eine Veröffentlichung ist für Ende 2022 geplant. Zudem soll sie übersetzt werden, sodass eine DIN ISO 45002 entsteht.

 

3. Ende Juni fanden Sitzungen zur ISO/WD 45004 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Leitlinien der Leistungsbewertung“ statt. Viele Kommentare sind in der neusten Version berücksichtigt. Eine nationale Übernahme in eine DIN ISO 45004 ist gewünscht.

 

4. Bei der ISO/WD 45006 „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Prävention und Management von Infektionskrankheiten – Leitlinien für Organisationen“ sind die letzten Arbeiten abgeschlossen. Ob eine Übernahme in eine nationale Leitlinie erfolgt, ist bisher noch nicht absehbar.

 

5. Die ISO 45003 “Occupational health and safety management – Psychological health and safety at work – Guidelines for managing psychosocial risks” wurde im Jahr 2021 veröffentlicht. Der Arbeitsausschuss im DIN hat sich gegen eine nationale Übernahme entschieden, da die ISO 45003 keinen Mehrwert für deutsche Unternehmen darstellt.

 

Haben sie Interesse über weitere Veränderungen der Familie der DIN ISO 45001 und der Norm selbst informiert zu werden? Dann abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

 

Viele wertvolle Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage din-iso45001.org, im Buch von Herrn Dr. Christian Weigl „Praxishandbuch DIN ISO 45001 – Arbeits- und Gesundheitsschutz in Organisationen umsetzen und managen“ oder den Seminaren „Arbeitsschutzmanagementbeauftragter und interner Auditor (m/w/d) nach DIN ISO 45001“.

 

Melden Sie sich außerdem zu unserem kostenlosen Info Online-Seminar am 27.09.2022 an und erfahren Sie mehr.

Hier geht´s zur Anmeldung.

MIAS Bestandsanalyse

Mit der Software „MIAS® System – Controlling von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit überschaubarem Aufwand eine digitale Bestandsanalyse Ihres Arbeitsschutzes durchzuführen.

Weitere Ziele hierbei sind das Prüfen der Rechtskonformität, die Ermittlung von Defiziten sowie die Erstellung der Planungsgrundlage für die Zukunft.

 

Der Ablauf der Bestandsanalyse stellt sich wie folgt dar:

In einem ersten Schritt sichten Sie zusammen mit einem Experten der IfG ihre Dokumente digital und punktuell. Im Anschluss erfolgt die Festlegung des Analysebereichs sowie die Selbstanalyse mit Hilfe einer Rating Checkliste. Sobald dies selbstständig durchgeführt wurde, werden Unklarheiten jedes Analysebereichs mit Ihrem Ansprechpartner bei IfG in einem weiteren digitalen Termin geklärt. Zum Schluss werden die Ergebnisse aufbereitet und das weitere Vorgehen in einer Abschlussbesprechung abgestimmt.

 

Die Bestandsanalyse kann von Unternehmen jeder Branche und unabhängig von der Art der Durchführung des Arbeitsschutzes genutzt werden, um den IST-Stand Ihres Arbeitsschutzes zu prüfen.

 

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Gemeinsamer Datenzugriff mit unserem

Kundenportal

Im Rahmen unserer Betreuung ermöglicht unser Kundenportal eine gemeinsame Datennutzung unserer Ansprechpartner und Kunden in Zusammenarbeit mit den Beratern der IfG.

Zudem entsteht durch die immer digitaler werdende Arbeitswelt eine große Menge an Daten, die per Mail versendet wird.  Dieser Datenverkehr und technische Barrieren (Format des Anhangs, Datengröße, etc.) können dadurch umgangen werden.

Damit sind Sie für etwaige Überprüfungen (Arbeitsschutzbehörde, Berufsgenossenschaft, Audits) gerüstet und können gelassen auf die aktuellsten Dokumente zurückgreifen.

Erfahren Sie mehr

Jetzt informieren und Testzugang anfordern

Einen kompakten Überblick über alle Funktionen und Möglichkeiten unseres Kundenportals erhalten Sie im nachfolgenden Produktblatt:

Sprechen Sie gerne Ihren IfG Berater an oder fordern Sie hier Ihren Testzugang an:

  • orts- und zeitflexibler Zugriff
  • Datenschutz durch Zugriffsrechte
  • regelmäßige Backups
  • mobile Erreichbarkeit
Online-Tool zu Datenablage

Vorteile des Kundenportals

Die Möglichkeiten dieser zentralen Austauschplattform sind vielseitig und bieten eine moderne Form des Dokumentenmanagements.

Durch verschieden Leistungselemente kann das Kundenportal zum Dreh- und Angelpunkt für Ihr Unternehmen werden. Eine anteilige Anpassung an Ihre individuellen Bedürfnisse ist für uns selbstverständlich.

Arbeitsschutz weiter gedacht

Onlineunterweisung

Die Unterweisungspflicht  zur Aufklärung der MitarbeiterInnen über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit nach §12 ArbSchG bleibt auch im Homeoffice bestehen.

Örtlich und zeitlich flexibel erreichen Sie Ihre Mitarbeiter dazu mit unserem Tool zur Onlineunterweisung.

IfG-Blog

Weiterführende Informationen

Persönlicher Berater
Marco Forster
Prokurist

Sie haben Fragen zu unseren Lösungen oder möchten sich in einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten bei der IfG unterhalten? Ich melde mich gerne bei Ihnen.

Rückrufservice

Seminare BEM

Seminare Betriebliches Ein­gliederungs­manage­ment (BEM)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein fester Bestandteil des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Neben der rechtlichen Verpflichtung seitens des Arbeitgebers, gibt es zahlreiche gewinnbringende Gründe für eine Einführung eines BEMs. Wir unterstützen Sie in der Umsetzung mit unseren Online-Seminaren.

 

Lassen Sie sich von uns zum/r BEM-Beauftragten ausbilden!

Seit dem 01.05.2004 verlangt der Gesetzgeber von den Arbeitgebern ein Betriebliches Eingliederungsmanagement. Damit soll Arbeitnehmern, die länger als 6 Wochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, geholfen werden, möglichst frühzeitig wieder im Betrieb arbeiten zu können (§167 SGB IX). 

Zudem hat eine BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung aus 2018 ergeben, dass ein erheblicher Nachholbedarf beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement herrscht. Lediglich 40% der Beschäftigten, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben ein Angebot zur betrieblichen Wiedereingliederung erhalten, wenn sie mehr als 6 Wochen im Jahr arbeitsunfähig waren. 

Diese Zahl ist ernüchternd, wenn man ein zweites Ergebnis der Umfrage hinzuzieht. Zwei Drittel, die ein Angebot zur Wiedereingliederung bekommen haben, nahmen dieses auch an.

Die niedrige Zahl der Angebote und die hohe Quote der Inanspruchnahme zeigen, dass es einen hohen Bedarf gibt, der derzeit nicht wirklich gedeckt wird. 

Wir von der IfG GmbH haben uns es auf die Fahnen geschrieben, Betriebliches Eingliederungsmanagement weiter zu fördern, in Unternehmen zu implementieren und Berater für Betriebliches Eingliederungsmanagement auszubilden. 

BEM Grundlagenseminar

Das Seminar “Betriebliches Eingliederungsmanagement (Grundlagenseminar)” bietet einen systematischen Überblick über das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in der Praxis. Neben den gesetzlichen Grundlagen werden die Kernelemente der Aufbauorganisation und die relevanten Ablaufschritte zur Durchführung von BEM vermittelt. 

Die Teilnehmenden erfahren, wie BEM u.a. in Form eines Integrationsteams in das Personal- und Gesundheitsmanagement integriert werden kann. 

Anhand eines Handlungsleitfadens werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt das BEM im eigenen Unternehmen implementieren zu können. 

Inhalte

  • Soziodemografische Grundlagen von BEM 
  • Verständnis Arbeitsfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit 
  • Rechtsgrundlagen von BEM 
  • Implementierung von BEM 
  • Aufbau- und Ablauforganisation von BEM 
  • Probleme und Chancen von BEM 
  • BEM-Fälle im Unternehmen (Praxisbeispiele)

Termine

05.04.2023 - 09:00 Uhr - 15:15 Uhr

27.09.2023 - 09:00 Uhr - 15:15 Uhr

BEM Aufbauseminar

Im Seminar “Betriebliches Eingliederungsmanagement (Aufbauseminar)” werden Eingangs die Inhalte des Grundlagenseminars wiederholt, um eine gemeinsame Basis für die Teilnehmenden, die den Grundkurs absolviert und diejenigen die bereits Erfahrungen mit dem Thema haben, zu schaffen. Mögliche Tests zur Analyse von Anforderungs- und Fähigkeitsprofile sollen den Teilnehmenden in verschiedenen Casemanagements unterstützen und weiterhelfen. Neben praktischen Tipps und Übungen zur Gesprächsführung und Umgang mit schwierigen Situationen, werden Handlungsansätze aus deutschen Konzernen, mittleren Unternehmen und Organisationen aus dem öffentlichen Dienst vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus wird ein Überblick über die Sozialversicherungsträger und deren Leistungen im Rahmen des BEMs gegeben. 

Inhalte

 
  • Vertiefung der Prozessschritte im BEM 
  • Das Erstgespräch 
  • Arbeitsbewältigungsfähigkeit 
  • Sammlung von Daten 
  • Definition von Maßnahmen im BEM 
  • Leistungen der Sozialversicherungsträger 
  • Wirtschaftlichkeit von BEM 
  • Umsetzung der Theorie in die Praxis

Termine

26.04.2023 - 09:00 Uhr - 15:15 Uhr

18.10.2023 - 09:00 Uhr - 15:15 Uhr

Wie laufen die Online-Seminare ab?

Es handelt sich um ein Online-Seminar mit einem Referenten über Microsoft Teams, der seinen Vortrag live mit der Unterstützung von Visualisierungen [z. B. PowerPoint-Präsentation] präsentiert. Die Teilnahme ist vom Arbeitsplatz oder von jedem anderen Ort aus möglich, sofern Ihnen ein Zugang zum Internet zur Verfügung steht. Sie erhalten eine Bestätigung und einen Link zur Teilnahme, über den Sie sich das Online-Seminar an dem vorgegebenen Termin online in Ihrem Browser ansehen können. Sie können jederzeit mit dem Referenten über einen [privaten oder öffentlichen] Chat oder direkt über Ihr Mikrofon kommunizieren. Nach dem Online-Seminar gewährleisten wir Ihnen einen Zugriff auf die Unterlagen, die Sie am darauffolgenden Tag per E-Mail erhalten. 

Expertenwissen: Update ISO 45003 / DIN ISO 45001

Die Entwicklung der ISO 45003 schreitet voran. Nach den letzten Meetings im Dezember steht der DIS (Draft International Standard) kurz vor der Registrierung zur formellen Genehmigung. Der Inhalt ist nun näher an der DIN ISO 45001 und beinhaltet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen im Bereich der psychischen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Allerdings blieb der Begriff „psychological health“ bestehen und nicht – wie in Deutschland übersetzt gebräuchlich – „mental health“.
Der Normenausschuss des Deutschen Instituts für Normung (DIN), in dem auch Dr. Christian Weigl sitzt, hat gegen den DIS 45003 abgestimmt, da es in Deutschland bereits einige Vorgaben zur psychischen Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz gibt, z.B. durch nationale Gesetze, wie das Arbeitsschutzgesetz, durch Verordnungen, wie die Arbeitsstättenverordnung, durch Leitlinien (GDA Richtlinie) und durch die DIN ISO 45001.
So wird es bei einer Veröffentlichung der ISO 45003 höchstwahrscheinlich keine deutsche Übersetzung geben.

Die DIN ISO 45001 wurde im März 2018 eingeführt und löste damit den bisherigen britischen Standard BS OHSAS 18001 „Occupational Health and Safety Assessment Series“ nach fünf-jähriger Entwicklungsphase ab. Der britischen Standard BS OHSAS 18001 läuft nun am 31.03.2021 aus – daher wird es also höchste Zeit auf die DIN ISO 45001 umzustellen.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Umstellung, außerdem bilden wir interne Auditoren nach DIN ISO 45001 aus.

Hier erfahren Sie mehr und gelangen zur Anmeldung: https://www.gesundheitsmanagement.com/sicherheit/arbeitsschutzmanagement-iso-45001 

Arbeitsschutz 2021 – Diese gesetzlichen Änderungen sollten Sie kennen!

Auch 2021 hat es wieder einige gesetzliche Änderungen gegeben, die den Arbeitsschutz betreffen.

§21 Satz 1a des Arbeitsschutzgesetz besagt, dass bis 2026 5% der im Land vorhanden Betriebe von der Gewerbeaufsicht besichtigt werden müssen. Zum Vergleich: In Bayern müssten 27.500 Betriebe besichtigt werden, 2019 sind nur knapp die Hälfte erreicht worden. Ebenso müssen ab 2023 die Landesbehörden den zuständigen Unfallversicherungsträger folgende Daten in Bezug auf die Arbeitsschutzorganisation melden:

Bewertung der Arbeitsschutzorganisation einschließlich

  • der Unterweisung,
  • der arbeitsmedizinischen Vorsorge und
  • der Ersten Hilfe und sonstiger Notfallmaßnahmen

Bewertung der Gefährdungsbeurteilung einschließlich

  • der Ermittlung von Gefährdungen und Festlegung von Maßnahmen,
  • der Prüfung der Umsetzung der Maßnahmen und ihrer Wirksamkeit und
  • der Dokumentation der Gefährdungen und Maßnahmen

Eine weitere Änderung verzeichnet das Arbeitszeitgesetz. So besagt §17 Satz 4, dass die Aufsichtsbehörde auch andere Arbeitszeitnachweise oder Geschäftsunterlagen, die mittelbar oder unmittelbar Auskunft über die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes geben, verlangen kann.

Diese Änderungen bedeuten, dass der Kontrolldruck der Länder für die systematische Prüfung der Betriebe steigt und jeder Arbeitgeber die Wichtigkeit des Arbeitsschutzes erkennen, umsetzen und sauber dokumentieren muss.

Auch das Fremdfirmenmanagement gewinnt an Bedeutung – So schreibt §22 Satz 1 vor (ArbSchG), dass der Arbeitgeber Informationen über die zu treffenden Maßnahmen schriftlich vorlegen muss, wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber an einem Arbeitsplatz tätig werden.

Fazit: Der Kontrolldruck steigt. Aufgeschobene Themen im Arbeitsschutz sollten daher zeitnah abgearbeitet werden, um unangenehme Auseinandersetzungen mit der Gewerbeaufsicht zu vermeiden.

 

Beim Thema Berufskrankheitenrecht haben sich zum 1. Januar 2021 auch Neuerungen ergeben. Zum einen fällt der Unterlassungszwang weg. Das heißt, dass Mitarbeiter, bei denen der Verdacht auf eine Berufskrankheit besteht, nicht mehr gezwungen sind ihre Arbeit aufzugeben, um Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu bekommen.

Zusätzlich soll die Individualprävention ausgebaut werden, denn wenn bei einem Mitarbeiter der Verdacht auf eine beruflich bedingte Krankheit besteht, ist dieser ab jetzt verpflichtet, an individual-präventiven Maßnahmen der Berufsgenossenschaft teilzunehmen. Und zum anderen sollen Unfallversicherer nun mehr Daten erheben und Arbeitsplätze mit den jeweiligen Gefährdungen in einem Expositionskataster archivieren. Das ermöglicht eine bessere und längere Abrufbarkeit für potenzielle Auslöser von Berufskrankheiten an zentraler Stelle.

Die letzte Wichtige Änderung betrifft die Bestandsschutzregelung der Arbeitsstättenverordnung. Denn von 2004 bis 2016 wurde die Arbeitsstättenverordnung verschärft und alle Übergangsvorschriften zum Bestandsschutz sind Ende 2020 ausgelaufen. Somit müssen nun alle Betriebe die verschärften Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung umgesetzt haben, auch für alle ältere Arbeitsstätten.

 

Sollten Sie Fragen zu den gesetzlichen Änderungen haben, melden Sie sich gerne bei uns. Wir unterstützen Sie – auch in der Beurteilung der Neuerungen zur Bestandsschutzregelung.

teichmann@gesundheitsmanagement.com

 

Und in diesem kostenlosen Info-Online-Seminar informieren wir Sie über unsere Software MIAS®-System, mit der Sie die gesetzlichen Vorgaben umsetzen können: Produktvorstellung MIAS (Moderner integrierter Arbeitsschutz) – IfG – Sicherheit + Gesundheit (gesundheitsmanagement.com)